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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien? Was gibt es Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:

>> Pan di Zucchero bei Nebida
>> Schachtanlage Porto Flavia
>> Tempel von Antas
>> Die Silberstadt Iglesias
>> Die Grotta di San Giovanni
>> Das Städtchen Villacidro
>> Ethnograf. Museum in Nuxis
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>> Mattanza in Carloforte
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>> Die schönsten Badeziele



Pozzo Sella Bergwerk Miniera  Monteponi Iglesias
Der Brunnenschacht Pozzo Sella im Bergwerk Monteponi bei Iglesiasi

Unterkünfte im Sulcis-Iglesiente:
Minihotel in Iglesias
Ferienhäuser in Buggerru
B&B in Gonnesa

Unser Tip:

Hotel Riviera auf Carloforte

Wie heißt das auf Italienisch?
Miniera - Bergwerk
Argento - Silber
Minerale - Erz
Chiesa - Kirchel
Duomo - Dom
Centro storico - Altstadt


Kathedrale Santa Chiara  Piazza Municipio Iglesias Foto: Andrea Behrmann
Die Kathedrale Santa Chiara ist die Hauptattraktion von Iglesias

Piazza G. Sella Iglesias Foto Andrea Behrmann Von der großen Piazza G. Sella gelangt man direkt in das Altstadtviertel

Chiesa  della Purissima Kirche Iglesias Foto. Andrea Behrmann
Die Chiesa della Purissima wurde Ende des 16. Jahhunderts von den Jesuiten errichtet


chiesa San Francesco Kirche Iglesias Foto: Andrea Behrmann
Die Kirche San Francesco aus dem 13. bis 15.Jahrhundert ist ein wunderschönes Beispiel spanisch-gotischer Architektur

Wichtige Adressen:
Comune di Iglesias
Via Isonzo
09016 Iglesias (Carbonia-Iglesiasi)
Tel.: +39/0781/
274200












Iglesias – Eine Reise in das Land der Erzminen und der Kirchen

Das Gebiet um Iglesias im Südwesten von Sardinien galt als die größte Silberlagerstätte der Insel. Schon die Phönizier und Römer schürften in dieser Gegend nach wertvollen Bodenschätzen.
Zu ihrer Blütezeit, im 13. Jahrhundert, war die Stadt am Fuße des Colle di Buon Cammino nicht nur eine wohlhabende Silberstadt sondern Ort der Hoffnung für zahlreiche Arbeiter vom italienischen Festland. Sie bevölkerten die Ortschaft und suchten Arbeit in den ergiebigen Silberminen der Umgebung. Zu dieser Zeit regierte der Pisanische Graf Ugolino Donoratico della Gherardesca, der sich dank der ertragreichen Silberminen nicht nur Wohlstand im Überfluss sondern auch eine mächtige Wehrmauer mit 20 Türmen leisten konnte, die er zum Schutz um die Stadt ziehen ließ.


Bergwerk Miniera Monteponi bei Iglesias
Die Miniera Monteponi bei Iglesias war einst eine der größten Blei- und Zinkminen Europas und ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen


Dann aber überrollten die Aragonesen Iglesias und als gegen Mitte des 15. Jahrhunderts die Silberminen weitgehend erschöpft waren, verblasste der Glanz der Silberstadt.
Doch schon Mitte des 19. Jahrhunderts begann man erneut mit dem Abbau von Erzen, diesmal von Blei und Zink. Mehrere Tausend Erzsucher und Schürfer versuchten mit einer staatlichen Schürferlaubnis ihr Glück.
Auch die Ankunft der Faschisten ließ Iglesias noch eine kurze Blüte als Erzstadt erleben, doch schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mine um Mine geschlossen - die einträglichen Erzminen konnten der starken Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht standhalten. Seitdem führen die Menschen in Iglesias immer mehr ein Leben zwischen Ungewissheit, Hoffnung und Zuversicht.


Piazza Municipio Iglesias Foto Andrea Behrmann
Charmante Palazzi aus dem 18. und 19. Jahrhundert rahmen die Plätze der historischen Altstadt ein

Eine Fahrt nach Iglesias entführt Reisende in die wunderschöne Landschaft der Region Sulcis Iglesiente.
Reich vertreten in der dreißigtausend Einwohner zählenden Gemeinde: Kirchen. Zwölf noch erhaltene wunderschöne Gotteshäuser zählt die Gemeinde heute. Achtzehn wären es, wenn man die mit der Zeit verschwundenen dazu zählt. Daher rührt wahrscheinlich auch der alte Name der Stadt: Villa di Chiesa – Stadt der Kirchen.
Insbesondere im Mittelalter schufen Künstler der Zeit hier besonders viele kirchliche Bauten. Die zwischen 1285 und 1288 erbaute romanisch-gotische Kathedrale Santa Chiara ist die bedeutendste aller Sakralbauten der Altstadt. Sie steht an der Piazza Municipio, dem Rathausplatz, zusammen mit schmucken alten Palazzi aus dem 18. und 19. Jahrhundert, dem Bischofspalast und dem historischen Rathaus.


Piazza Lamarmora Iglesia Foto Andrea Behrmann
Auf der zentrale Piazza Lamarmora ist der Brunnen Su Maimone zu bewundern. Er ist der sardisch-mythischen Gottheit Maimone gewidmet


Aus der Zeit des Doms stammt die Kirche Santa Maria di Valverde. Ein typisches Beispiel spätgotischer und katalanischer Architektur ist die Kirche von San Francesco. Nicht weit von hier liegt die romanisch-gotische Kirche Madonna delle Grazie, die ursprünglich dem San Saturno gewidmet war. Zu den ältesten Kirchen Iglesias zählt hingegen die Chiesa San Salvatore. Neben der Kirche Vergine Purissima aus dem Jahr 1580 gibt es noch die kleinen Kirchen San Michele Arcangelo sowie Madonna del Buoncammino, die Chiesa delle Anime Purganti, die Kirchen San Giuseppe, Sant’Antonio und San Domenico zu bestaunen.

Die charmante Altstadt weist aber auch weitere Attraktionen auf – insbesondere Atmosphäre. Der Flair des Städtchens zeigt sich in den kleinen Gassen mit seinen vielen Bars, Cafés, alten Palazzi und kleinen Geschäften.



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Text und Fotos (6): Andrea Behrmann
Letztes Update: 23. Februar 2009

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