Unser
Tipp:
Immer
wieder Sardinien? Was gibt es Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Pan di Zucchero bei Nebida
>> Schachtanlage Porto Flavia
>> Tempel von Antas
>> Die Silberstadt Iglesias
>> Die Grotta di San Giovanni
>> Das Städtchen Villacidro
>> Ethnograf. Museum in Nuxis
>> Isola
di San Pietro & Carloforte
>> Mattanza in Carloforte
>> Die Insel
Sant'Antioco
>> Sant'
Antioco Martire
>> Handwerkliche
Schiffswerft
>> Freie Fahrt v. Olbia
nach S.Antioco
>> Die schönsten Badeziele
Der
Brunnenschacht Pozzo Sella im Bergwerk Monteponi bei Iglesiasi
Miniera
- Bergwerk
Argento - Silber
Minerale - Erz
Chiesa - Kirchel
Duomo - Dom
Centro storico - Altstadt

Die
Kathedrale Santa Chiara ist die Hauptattraktion von Iglesias
Von der
großen Piazza G. Sella gelangt man direkt in das Altstadtviertel

Die Chiesa
della Purissima wurde Ende des 16. Jahhunderts von den Jesuiten errichtet

Die Kirche
San Francesco aus dem 13. bis 15.Jahrhundert ist ein wunderschönes
Beispiel spanisch-gotischer Architektur
Wichtige
Adressen:
Comune di Iglesias
Via Isonzo
09016 Iglesias (Carbonia-Iglesiasi)
Tel.: +39/0781/274200
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Das Gebiet um Iglesias im Südwesten
von Sardinien galt als die größte Silberlagerstätte
der Insel. Schon die Phönizier und Römer schürften
in dieser Gegend nach wertvollen Bodenschätzen.
Zu ihrer Blütezeit, im 13. Jahrhundert, war die Stadt am Fuße
des Colle di Buon Cammino nicht nur eine wohlhabende Silberstadt
sondern Ort der Hoffnung für zahlreiche Arbeiter vom italienischen
Festland. Sie bevölkerten die Ortschaft und suchten Arbeit
in den ergiebigen Silberminen der Umgebung. Zu dieser Zeit regierte
der Pisanische Graf Ugolino Donoratico della Gherardesca, der sich
dank der ertragreichen Silberminen nicht nur Wohlstand im Überfluss
sondern auch eine mächtige Wehrmauer mit 20 Türmen leisten
konnte, die er zum Schutz um die Stadt ziehen ließ.
Die Miniera Monteponi bei Iglesias war einst eine
der größten Blei- und Zinkminen Europas und ist nur im
Rahmen einer Führung zu besichtigen
Dann aber überrollten die Aragonesen Iglesias und als gegen
Mitte des 15. Jahrhunderts die Silberminen weitgehend erschöpft
waren, verblasste der Glanz der Silberstadt.
Doch schon Mitte des 19. Jahrhunderts begann man erneut mit dem
Abbau von Erzen, diesmal von Blei und Zink. Mehrere Tausend Erzsucher
und Schürfer versuchten mit einer staatlichen Schürferlaubnis
ihr Glück.
Auch die Ankunft der Faschisten ließ Iglesias noch eine kurze
Blüte als Erzstadt erleben, doch schon bald nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde Mine um Mine geschlossen - die einträglichen
Erzminen konnten der starken Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht
standhalten. Seitdem führen die Menschen in Iglesias immer
mehr ein Leben zwischen Ungewissheit, Hoffnung und Zuversicht.
Charmante Palazzi aus dem 18. und 19. Jahrhundert
rahmen die Plätze der historischen Altstadt ein
Eine Fahrt nach Iglesias entführt Reisende in die wunderschöne
Landschaft der Region Sulcis Iglesiente.
Reich vertreten in der dreißigtausend Einwohner zählenden
Gemeinde: Kirchen. Zwölf noch erhaltene wunderschöne Gotteshäuser
zählt die Gemeinde heute. Achtzehn wären es, wenn man
die mit der Zeit verschwundenen dazu zählt. Daher rührt
wahrscheinlich auch der alte Name der Stadt: Villa di Chiesa – Stadt
der Kirchen.
Insbesondere im Mittelalter schufen Künstler der Zeit hier
besonders viele kirchliche Bauten. Die zwischen 1285 und 1288 erbaute
romanisch-gotische Kathedrale Santa Chiara ist die bedeutendste
aller Sakralbauten der Altstadt. Sie steht an der Piazza Municipio,
dem Rathausplatz, zusammen mit schmucken alten Palazzi aus dem 18.
und 19. Jahrhundert, dem Bischofspalast und dem historischen Rathaus.

Auf der zentrale Piazza Lamarmora ist der Brunnen
Su Maimone zu bewundern. Er ist der sardisch-mythischen Gottheit
Maimone gewidmet
Aus der Zeit des Doms stammt die Kirche Santa Maria di Valverde.
Ein typisches Beispiel spätgotischer und katalanischer Architektur
ist die Kirche von San Francesco. Nicht weit von hier liegt die
romanisch-gotische Kirche Madonna delle Grazie, die ursprünglich
dem San Saturno gewidmet war. Zu den ältesten Kirchen Iglesias
zählt hingegen die Chiesa San Salvatore. Neben der Kirche Vergine
Purissima aus dem Jahr 1580 gibt es noch die kleinen Kirchen San
Michele Arcangelo sowie Madonna del Buoncammino, die Chiesa delle
Anime Purganti, die Kirchen San Giuseppe, Sant’Antonio und San Domenico
zu bestaunen.
Die charmante Altstadt weist aber auch weitere Attraktionen auf
– insbesondere Atmosphäre. Der Flair des Städtchens zeigt
sich in den kleinen Gassen mit seinen vielen Bars, Cafés,
alten Palazzi und kleinen Geschäften.
Größere
Kartenansicht
Text und Fotos (6): Andrea Behrmann
Letztes Update: 23. Februar 2009
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