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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Die "Faradda dei Candelieri" in Sassari
>> Die Provinzhauptstadt Sassari
>> Santissima Trinità di Saccargia
>> Castelsardo: Festung mit Meerblick
>> Handwerk in Castelsardo
>> Die "Grotte di Nettuno"
>> Das Weingut Sella & Mosca
>> Auf den Spuren früher Kulturen
>> Das Capo Caccia
>> Die Sardegna-Koralle
>> Su Desclavement: Karfreitag in Alghero
>> M.Accoddi: Geheimnis aus der Steinzeit
>> Das Silberbergwerk Argentiera
>> Badesi Mare - ein Reisebericht
>> Die Costa Paradiso
>> Die Ferienhalbinsel Stintino
>> Die Asinara Insel
>> Die schönsten Strände von Stintino nach Alghero
>> Die schönsten Strände von der Costa Paradiso nach Marina di Sorso















Unser Tipp:
Ryanair fliegt von zahlreichen Zielen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Alghero










Unterkünfte in und um Alghero
Hotels in Alghero
Ferienwohnungen in Alghero
B&B rund um Alghero

Unser Tipp für Alghero:

B&B Nidi della Poiana






Wie heißt das auf Italienisch?
Cinta Muraria - Stadtmauer
Torre - Turm
Cattedrale - Kathedrale
Convento - Kloster
Chiostro - Kreuzgang







Jachthafen Alghero Nordwestküste Sardinien Foto: Paolo Succu
Der kleine Hafen von Alghero liegt direkt an der Altstadtmauer. Über das Eingangstor “Portal de la Mar” gelangt der Besucher geradewegs auf die Piazza Civica, das pulsierende Zentrum des Altstadtviertels. Hier steht der Palazzo de Ferrera oder D’Albis aus dem 15. Jahrhundert






Torre del Portal Alghero  Haupteingang der Stadt Foto: Paolo Succu
Der Turm "Torre del Portal" aus dem 16. Jahrhundert mit dem Wappenschild der Krone von Aragon diente einst als Haupteingang der Stadt. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde das Tor jeden Abend geschlossen






Strandpromenade in Alghero Nordwestküste Sardinien  Foto: Paolo Succu Die wunderschöne Strandpromenade in Alghero lädt zu langen Spaziergängen ein







Palazzo  Lavagna Piazza Civica Alghero Foto: Paolo Succu Der Palazzo Lavagna in der Piazza Civica wurde 1866 auf den Grundmauern eines gotisch-katalanischen Gebäudes errichtet. Hier wurde der aus einer Genuesischen Adelsfamilie stammende Richter Giovanni Lavagna geboren






Der Bau der Kathedrale Santa Maria im gotisch-katalanischem Stil musste aus finanziellen Gründen mehrmals unterbrochen werden und wurde erst Anfang des 16. Jahrhunderts beendet. Heute wird hier am Nachmittag des Karfreitags alljährlich die Feier vom Leiden und Sterben Christi „Su Desclavament“ begangen




Wichtige Adressen:
Ufficio Informazioni Turistiche Alghero
Piazza Porta Terra 9 - 07041 Alghero (SS)
Tel.: +39/079/979054
E-Mail: ufficioturismo@comune.alghero.ss.it


Alghero - Sardiniens katalanische Seite an der Korallenküste

Doria und Sarden: Ob wohl auch die genuesische Familie Doria, die im 11. Jahrhundert den Ort befestigt hat, von der Sehnsucht nach Sardinien getrieben wurde? Schon durch die wunderschöne Lage, auf einer kleinen Landzunge erbaut, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist Alghero, die Stadt an der Westküste etwas Besonderes. Die Herrschaft der Doria über das Städtchen war im Jahr 1353 mit dem Einfall der Aragonesen zu Ende gelebt. War es die Begierde nach Besitz, Macht und körperlicher sowie kultureller Erhebung die den neuen Herrscher König Peter IV. von Aragon zu seinem Entschluss trieb? Er hatte es eilig Genuesen und Sarden zu vertreiben und hier Kolonisten aus dem Nordosten Spaniens anzusiedeln. So kam es, dass die Stadt Alghero ihre katalanische Mundart und spanische Prägung erwarb.


Alghero katalanisches Städtchen an der Nordwestküste von Sardinien  Foto: MMV Die kleine Hafenstadt in der Provinz Sassari zählt knapp 40.000 Einwohner. Pulsierendes Zentrum der Altstadt Algheros, in der man unbelästigt vom Autoverkehr flanieren kann, ist die Piazza Civica mit ihren vielen alten Stadtpalästen. Ein Minizug und Pferdedroschken laden zu geführten Stadttouren ein

   Video Clip Alghero

Dicke Mauern umschließen die Altstadt, die auf einem Felsvorsprung liegt. Schmale Gassen und Steinstufen führen zu den Plätzen und Kirchen - der alte Stadtkern ist nicht groß und lässt sich in ein paar Stunden bewundern. Die Bewohner kennen ihren "Palast" und die Wünsche der Gäste und Urlauber. Kein Ort auf der Insel hat so viele Hotels, Restaurants, Cafés sowie Souvenir- und Korallenschmuckläden. Zur Saison verdoppelt sich die Einwohnerzahl des pittoresken Städtchens fast. Wer sich hier einquartiert, der mag das quirlige Leben zwischen schönen Palazzi, Kirchen, dem langen Hausstrand und den zahlreichen lebendigen Piazze. Und wer keine faulen Tage mag, der kann seinen Rucksack packen und in der direkten Umgebung der Nekropole von Angelu Ruju und dem Nuraghen Palmavera einen Besuch abstatten. Ein Muss für jeden Alghero-Besucher ist außerdem ein Ausflug zum spektakulären Capo Caccia und zur Grotta di Nettuno.


Sassarese, Alghero, Castelsardo, Costa Paradiso, Nurra und Anglona auf einer größeren Karte anzeigen


Turm Esoero Reial  Piazza Sulis Alghero Foto: Paolo Succu


Palazzo de Ferrera o  D Albis Alghero  Piazza Civica Foto: Paolo Succu


Rückfassade des Palazzo Civico in Alghero Foto: Paolo Succu

Palazzo  Lavagna Piazza Civica Alghero Foto: Paolo Succu

Türme und Herrenhäuser
Noch heute ist Algheros Altstadt von dicken Befestigungsmauern und trutzigen Wachtürmen umgeben. Die wuchtigen Stadtmauern wurden im 12. Jahrhundert von den Doria gebaut und im 14. bis 16. Jahrhundert von den Aragonesen erweitert und verstärkt. Der Torre del Portal (auch Porta Reial oder Porta a Terra) und der Portal de la Mar waren die Stadttore Algheros, durch die Händlern und Reisenden Einlass gewährt wurde. Sehenswert sind außerdem der Torre Esperò Reial (auch Torre Sulis oder Torre dello Sperone) an der Piazza Sulis, der Torre Sant Joan (auch Torre di Mezzo) mit seinem Verbindungsgang zu den Torre del Portal und Esperò Reial sowie der katalanische Turm Sant Jaumea in beeindruckender Lage am Meer.
Die Altstadt wartet hingegen mit prachtvollen Palazzi auf. Einer der katalanischen Prachtpaläste ist der Palazzo de Ferrera oder D’Albis aus dem 15. Jahrhundert. Der Palast mit den spitzbogigen Zwillingsfenstern in der Piazza Civica war Sitz des militärischen Gouverneurs. Im Jahr 1541 hat sogar Karl V. hier logiert. Der auffallend schmale, vier Stockwerke hohe Palazzo Machin (auch Casa Doria) aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts hat seinen heutigen Namen indes von einem Bischof erhalten. In dem Prachtbau mit Renaissancefassade wohnte im 17. Jahrhundert der Ordinarius Ambrogio Machin. Das zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert in gotisch-katalanischem Stil erbaute Herrenhaus Palazzo Guiò (auch Haus Peretti) in der Via Roma weist drei Zwillingsfenster und drei große Blendarkaden im Erdgeschoss auf.


Die achteckige Kuppel der Chiesa di San Michele in Alghero Foto: Paolo Succu




Glockenturm der Kathedrale Santa Maria Alghero Foto: MMV

Die Kirchen Algheros
Der Bau der Kathedrale Santa Maria begann in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, gleich nach dem Abriss der alten Pfarrkirche. Aus dieser Zeit stammen die Kapellen und der Glockenturm in gotisch-katalanischem Stil. Die neuklassizistische Fassade des Doms wurde hingegen von Michele Dessì Magnetti erst im Jahre 1862 entworfen. Der achteckige Glockenturm mit pyramidenförmiger, bunt gekachelter Spitze kann nach seiner Restaurierung im Jahr 1993 wieder besichtigt werden.
Die Jesuitenkirche San Michele mit ihrer gut sichtbaren, bunt gekachelten Kuppel wurde indessen zwischen 1661 und 1675 erbaut. Die oktogonale Kuppel der barocken San Michele Kirche wurde allerdings erst im 19. Jahrhundert mit den farbigen Ziegeln dekoriert. Heute ist sie eines der Wahrzeichen von Alghero.


Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno Alghero  Foto: MMV

Die Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno
Die Grotta di Nettuno zählt zu den schönsten Tropfsteinhöhlen des Mittelmeeres. Bei einer Führung können nur wenige Meter, der insgesamt vier Kilometer langen Naturhöhle mit ihren märchenhaft schönen Tropfsteingebilden besichtigt werden. Den Eingang der Grotte erreicht man mit dem Ausflugsboot über das Meer oder über die 654 Stufen zählende "Escala del Cabirol".


Nekropole Anghelo Ruju Alghero Foto: MMV


Nuraghe Palmavera Alghero Foto: MMV

Die Nekropolis von Anghelu Ruiu und der Nuraghe Palmavera
Die Ruinen der Nekropolis von Anghelu Ruju liegen an der Straße Richtung Porto Torres. Inmitten weiter Rebflächen der Kellerei Sella & Mosca schlummern hier antike Felskammern aus kalkhaltigem Sandstein, die aus der Zeit um 3500 – 1800 v.Chr. stammen. Insgesamt 38 Gräber sind hier in den Fels gehauen worden. Ein besonderes Highlight sind die Dekorationen an den Felswänden, die stilisierte Stierhörner darstellen.
Auf der Straße S.S. 127 in Richtung Porto Conte gelangt man hingegen zum Nuraghen Palmavera. Die komplexe Anlage zeigt einen Haupt- und Nebenturm, einen Innenhof, eine Bastion in Form einer Ellipse und außerhalb der Turmmauer die Überreste mehrerer Nuraghen-Hütten.


Sardegna Koralle, Edelkoralle, Alghero, Korallenküste Sardinien Foto: MMV

Die Edelkoralle aus Alghero
Der Küstenabschnitt rund um Alghero wird wegen seines reichen Korallenvorkommens "Riviera del Corallo" genannt. Die hier vor der Küste gefischte, rote Edelkoralle heißt Sardegna-Koralle und hat einen besonders schön gefärbten harten Kalk, der sich gut zu Schmuck verarbeiten lässt. Deshalb bieten die zahlreichen Souvenir- und Schmuckläden in Alghero auch ein großes Angebot an eleganten, fantasie- und kunstvoll verarbeiteten Schmuckstücken in Rot-, Orange- oder Zartrosatönen.


Strand Lido San Giovanni Alghero Foto: Paolo Succu

Strand Maria Pia Alghero Foto: Paolo Succu

Die Strände Algheros
Alghero hat neben seinem kilometerlangen, feinsandigen Hausstrand Lido San Giovanni noch viele weitere schöne, helle Sandstrände, Naturstrände und idyllisch gelegene Buchten zu bieten. Außer dem, von einem dichten Wald aus Pinien und Ginster eingerahmten, Strand Maria Pia am Stadtrand von Alghero locken die beliebten Spiagge Le Bombarde, Lazaretto und Mugoni sowie die in Tausend Blautönen leuchtende malerische Cala di Porticciolo alljährlich zahlreiche Urlauber an die berühmte Korallenküste Sardiniens.


Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu (12) und MMV (6)
Letztes Update: 14. Oktober 2009

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