Die kilometerlangen weißen feinen Sandstrände und die
Weiten des glasklaren Meeres hinter Castiadas, haben in den letzten
Jahren auch dieses 1200-Seelen-Dorf zum Ausflugsziel von Cagliaritanern
und Urlaubern gemacht.
Hier, im Hinterland der Südostküste werden hauptsächlich
Zitrusfrüchte angebaut. Der kleine Ort Villanova Castiadas
wurde schon im 16. Jahrhundert gegründet, doch erst im 19 Jahrhundert
erlangt er eine gewisse landwirtschaftliche Bedeutung.

Ackerland in Castiadas
Da kann man Geschichten hören, von Sträflingen, die das
Gelände um den Ort trockengelegt haben und es in eine fruchtbare
Agrarlandschaft verwandelt haben. Die Strafkolonie steht noch da.
Ein Teil des Gebäudes wurde restauriert und dient der Forstwacht
heute als Sitz. Der andere Teil ist zum Museum umfunktioniert worden.
Nach dem zweiten Weltkrieg lockte das ETFAS, die
damals zuständige Stelle der Region Sardinien, mit niedrigen
Kaufpreisen und Steuervergünstigungen Bauern in die Schwemmlandebene.
Sie sollten hier intensiv Ackerbau und Viehzucht betreiben.
Heute quartieren sich in Castiadas jedoch vorwiegend Urlauber zur
Saison ein, um die wunderschönen
Strände an der Südostküste zu genießen.
Text: Andrea Behrmann. Foto: Paolo Succu.
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