Immer wieder Sardinien!
Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:

Die Chiesa di San
Paolo in Cuglieri
Valle - Tal
Fiume - Fluss
Castello - Schloss
Conceria - Gerberei
Vino - Wein
Chiesa - Kirche
Cattedrale - Kathedrale
Ponte - Brücke
Municipio - Rathaus
olivo - Olivenbaum

Olivenbäume
am Rand von Cuglieri

Die hübsche
Kirche Sant'Andrea in Sennariolo

Wandmalereien in
Sennariolo

Die Ruinen der alten Papierfabrik von Tresnuraghes im Gebiet von Sennariolo
und Cuglieri

Um zur Punta Foghe zu
gelangen, passiert man die Feldkirche Santa Vittoria im Gebiet von
Sennariolo

Badebucht Santa Cattarina di Pittinuri

In der Bucht von Pittinuri ragen beiderseits Kalkfelsen ins dunkelblaue
Meer
Comune
di Cuglieri
Via Carlo Alberto, 33 - Cuglieri
Tel.: +39/0785/368200
Comune di Sennariolo
Via Marconi, 8 - Sennariolo
Tel.: +39/0785/32276
Comune Scano di Montiferru
Piazza Montrigu 'e Reos - Scano di Montiferru
Tel.: +39/0785/32000
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Sie sind etwas eigentümlich und schwerfällig, sagt man
über die Einwohner des kleinen Bergstädtchens Cuglieri.
Der kleine Ort thront an einem Hang des erloschenen Vulkans Monte
Ferru (auch Montiferru), umgeben von Steineichenwäldern und
Olivenhainen.
Neben Lebensqualität hat Cuglieri auch eine Kathedrale, ein
archäologisches Museum, verschlafene Altstadtgassen und einen
grandiosen Blick auf die Küste im Westen sowie auf die fruchtbaren
Berghänge des Monte Ferru im Süden zu bieten.

Das
Bergstädtchen klebt in luftiger Höhe malerisch am Hang
Die 3600 Cuglieritani leben vor allem von der Landwirtschaft und
nicht vom Tourismus in den beiden Küstenorten Santa Catarina
di Pittinuri und S'Archittu.
Außer dem Olivenanbau in naturbelassenen Hainen züchten
sie noch Schafe und Rinder. Das Bue-Rosso-Rind aus dem Monte Ferru,
das wegen seines rötlichen Felles so genannt wird, ist ein
Schlachttier von besonders hoher Güteklasse.
Und doch treffen sich die Cuglieritani, statt aus ihren Oliven und
ihren einmaligen Kalksteinbuchten das große Geld zu machen,
lieber allabendlich auf dem Corso der Stadt - da werden die Stühle
aus den Wohnungen auf die enge Straße gestellt und die letzten
Neuigkeiten ausgetauscht.
Marghine-Planargia:
Eine Runde Entspannung auf einer größeren Karte anzeigen
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Am Ortsrand der Stadt liegt die mächtige, doppeltürmige
und schneeweiße Kathedrale aus dem späten 15. Jahrhundert.
Einer bemalten Steinplastik, der Schnee-Madonna ist jedes
Jahr vom 4. bis 6. August ein Fest gewidmet. Vom Kirchenvorplatz
hat man eine atemberaubende Fernsicht auf die nahe Küste.
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Etwas außerhalb der Stadt liegen die "Quellen
von Onkel Memmere". Um die Fonte Ferru entspringen zahlreiche
Quellen aus dem Vulkangestein. Die leider etwas vernachlässigten
Quellen werden von den Einwohnern auch gerne zum Auto waschen
benutzt.
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An den Hängen des Monte Ferru reifen einige der
besten Oliven der ganzen Insel. Das hier gewonnene Olivenöl
wird in die ganze Welt exportiert. So stehen in den Regalen
von Harrods in London Olivenöle aus Cuglieri. Kaum zu
übersehen ist beispielsweise der Laden der "Azienda
Agricola Peddio" auf dem Corso Umberto. |
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Von der Straße nach Santulussurgiu
führt ein kleiner Weg hinauf auf einen Hügel, auf
dem die Ruinen des Castello die Monte Ferru (auch Casteddu
Ezzu) hoch über den Berghängen thronen. Die Burg
wurde in der Richterzeit erbaut und gehörte später
der Adelsfamilie Malaspina und der spanischen Krone. Von diesem
strategischen Punkt hat man eine gute Sicht auf die Küste
von Cuglieri.
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Der Name Monte Ferru oder Montiferru ("Eisenberg")
verrät, dass in dem Vulkanmassiv noch zahlreiche Bodenschätze
stecken: er ist nach einer alten Eisenmiene am Osthang des
Berges benannt. Die Silizium- und Feldspat-Adern sind aber
noch kaum erschlossen. Hier leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Neben Mufflons und Dachsen konnte man hier bis vor kurzem
auch noch Gänsegeier
über den spitzen Hügeln kreisen sehen. Im Herbst
kann man Brombeeren pflücken - immer begleitet von einer
atemberaubenden Sicht auf die Hochebene von Abbasanta und
Cuglieri bis auf den Golf
von Oristano und die Insel Mal di Ventre.
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Das 173-Seelen-Dorf Sennariolo liegt ca. fünf
Kilometer nördlich von Cuglieri an der Grenze zum Monte
Ferru. Das kleine Bauerndorf lebt vorwiegend von Weinanbau,
Schaf- und Obstbaumzucht.
Schöne Ausflugziele sind die Feldkirche Santa Vittoria,
eine alte Papierfabrik aus dem Jahr 1809 und der Torre Foghe,
ein Turm aus der spanischen Besatzungszeit, mit herrlichem
Ausblick auf die atemberaubende Felsküste.
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Der kleine Ferienort mit dem Flair vergangener Zeiten
liegt etwa 13 Kilometer von Cuglieri entfernt in einer kleinen
Bucht, umrahmt von imposanten Kalkfelsen. Die Bucht war in
den 1980-er Jahren ein beliebter Ferienort und wurde in den
letzten Jahren leider etwas vernachlässigt. Jetzt ist
ein neues Urlauberzentrum mit einer großen Piazza entstanden.
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Hier wurde zur Zeit des zweiten punischen Krieges sardische
Geschichte gemacht. Die Stadt Cornus wurde aller Wahrscheinlichkeit
nach im 6. Jahrhundert v. Chr. von den Karthagern gegründet.
Als Sardinien bereits von den Römern erobert und zur
Provinz erklärt worden war, riefen die Bewohner von Cornus
unter ihrem Anführer Ampsicora und seinem Sohn Osto im
Jahr 215 v. Chr. zum Widerstand gegen die Besatzer aus. Der
Aufstand mündete im "Bellum Sardum" und endete
mit der endgültigen Eroberung von Cornus durch die Römer.
Nach zahlreichen Sarazenenüberfällen im 9. Jahrhundert
gründeten die Einwohner ihre Stadt neu: das heutige Cuglieri
(Curulis Nova). Die Ausgrabungen
kurz hinter Santa Caterina di Pittinuri zeigen eine Grab-
und Kultstätte sowie ein Baptisterium. Leider ist die
Ausgrabungsstätte heruntergekommen.
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Text: Andrea Behrmann,
Timo Gerd Lutz. Fotos: Paolo Succu, Timo Gerd Lutz (6)
Letztes Update: 3. August 2009
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