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Unser Tipp:

Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Bosa: Piazza, Malvasia und Panorama
>> Sas Conzas - Gerberhandwerk in Bosa
>> Mini-Kreuzfahrt auf dem Temo
>> Planargia: Korbmacherkunst in Flussio
>> Planargia: Tinnura und Nuraghen
>> Die Gänsegeier-Kolonie Italiens
>> Die einsame Landspitze Punta Foghe
>> Cuglieri, Montiferru und S.Caterina di Pittinuri
>> Geheimnisse im Tal der Nuraghen
>> Felsbogen und Ferienort S'Archittu
>> Santulussurgiu und Siete Fuentes
>> Su Lunis de sa Pudda: Rosenmontag in Santulussurgiu
>> Sas Andanzas: Veilchendienstag in Seneghe
>> Mittsommerwende im Nuraghen Aiga
>> Brunnentempel von Santa Cristina
>> Das Casa Museo Antonio Gramsci
>> Die schönsten Badeziele
>> Nightlife im Nordwesten


Kirche San Paolo Cuglieri Foto: Timo Lutz
Die Chiesa di San Paolo in Cuglieri


Unterkünfte im Marghine Planargia:
Hotel in Santa Caterina di Pittinuri
Agriturismo in Sennariolo
Hotel in Santulussurgiu

Unser Tipp bei Cuglieri:

Hotel Sa Mola in Bonarcado



Wie heißt das auf Italienisch?

Valle - Tal
Fiume - Fluss
Castello - Schloss
Conceria - Gerberei
Vino - Wein
Chiesa - Kirche
Cattedrale - Kathedrale
Ponte - Brücke
Municipio - Rathaus
olivo - Olivenbaum



Olivenbäume am Rand von Cuglieri Foto: Timo Lutz
Olivenbäume am Rand von Cuglieri




Kirche Sant'Andrea in Sennariolo Foto: Paolo Succu
Die hübsche Kirche Sant'Andrea in Sennariolo



Wandmalerei in Sennariolo Foto: Paolo Succu
Wandmalereien in Sennariolo



Alte Papierfabrik im Gemeindegebiet von Tresnuraghes, Sennariolo und Cuglieri Foto: Paolo Succu
Die Ruinen der alten Papierfabrik von Tresnuraghes im Gebiet von Sennariolo und Cuglieri



Punta Foghe, Torre Foghe, Sennariolo, Tresnuraghes Cuglieri Foto: Paolo Succu
Um zur Punta Foghe zu gelangen, passiert man die Feldkirche Santa Vittoria im Gebiet von Sennariolo



Santa Caterina di Pittinuri Foto: Paolo Succu
Badebucht Santa Cattarina di Pittinuri




Santa Caterina di Pittinuri Foto: Paolo Succu
In der Bucht von Pittinuri ragen beiderseits Kalkfelsen ins dunkelblaue Meer





Wichtige Adressen:
Comune di Cuglieri
Via Carlo Alberto, 33 - Cuglieri
Tel.: +39/0785/368200

Comune di Sennariolo
Via Marconi, 8 - Sennariolo
Tel.: +39/0785/32276


Comune Scano di Montiferru
Piazza Montrigu 'e Reos - Scano di Montiferru
Tel.: +39/0785/32000


 
Cuglieri, Sennariolo, der Monte Ferru und Santa Caterina di Pittinuri - verträumte Orte, ausgedehnte Olivenhaine, hohe Gipfel und eine malerische Felsküste

Sie sind etwas eigentümlich und schwerfällig, sagt man über die Einwohner des kleinen Bergstädtchens Cuglieri. Der kleine Ort thront an einem Hang des erloschenen Vulkans Monte Ferru (auch Montiferru), umgeben von Steineichenwäldern und Olivenhainen.
Neben Lebensqualität hat Cuglieri auch eine Kathedrale, ein archäologisches Museum, verschlafene Altstadtgassen und einen grandiosen Blick auf die Küste im Westen sowie auf die fruchtbaren Berghänge des Monte Ferru im Süden zu bieten.


Blick von Sennariolo auf Cuglieri Foto: Paolo Succu
Das Bergstädtchen klebt in luftiger Höhe malerisch am Hang


Die 3600 Cuglieritani leben vor allem von der Landwirtschaft und nicht vom Tourismus in den beiden Küstenorten Santa Catarina di Pittinuri und S'Archittu.
Außer dem Olivenanbau in naturbelassenen Hainen züchten sie noch Schafe und Rinder. Das Bue-Rosso-Rind aus dem Monte Ferru, das wegen seines rötlichen Felles so genannt wird, ist ein Schlachttier von besonders hoher Güteklasse.
Und doch treffen sich die Cuglieritani, statt aus ihren Oliven und ihren einmaligen Kalksteinbuchten das große Geld zu machen, lieber allabendlich auf dem Corso der Stadt - da werden die Stühle aus den Wohnungen auf die enge Straße gestellt und die letzten Neuigkeiten ausgetauscht.



Marghine-Planargia: Eine Runde Entspannung auf einer größeren Karte anzeigen



Kathedrale Santa Maria della Neve Cuglieri Foto: Timo Lutz

Kathedrale Santa Maria della Neve
Am Ortsrand der Stadt liegt die mächtige, doppeltürmige und schneeweiße Kathedrale aus dem späten 15. Jahrhundert. Einer bemalten Steinplastik, der Schnee-Madonna ist jedes Jahr vom 4. bis 6. August ein Fest gewidmet. Vom Kirchenvorplatz hat man eine atemberaubende Fernsicht auf die nahe Küste.


Fonti di Tiu Memmere Cuglieri Foto: Timo Lutz

Fonti di Tiu Memmere
Etwas außerhalb der Stadt liegen die "Quellen von Onkel Memmere". Um die Fonte Ferru entspringen zahlreiche Quellen aus dem Vulkangestein. Die leider etwas vernachlässigten Quellen werden von den Einwohnern auch gerne zum Auto waschen benutzt.


Oliven Olivenöl Cuglieri Foto: Timo Lutz

Olivenöl
An den Hängen des Monte Ferru reifen einige der besten Oliven der ganzen Insel. Das hier gewonnene Olivenöl wird in die ganze Welt exportiert. So stehen in den Regalen von Harrods in London Olivenöle aus Cuglieri. Kaum zu übersehen ist beispielsweise der Laden der "Azienda Agricola Peddio" auf dem Corso Umberto.


Castello Monte Ferro Montiferru Foto: Timo Lutz

Castello di Monte Ferru
Von der Straße nach Santulussurgiu führt ein kleiner Weg hinauf auf einen Hügel, auf dem die Ruinen des Castello die Monte Ferru (auch Casteddu Ezzu) hoch über den Berghängen thronen. Die Burg wurde in der Richterzeit erbaut und gehörte später der Adelsfamilie Malaspina und der spanischen Krone. Von diesem strategischen Punkt hat man eine gute Sicht auf die Küste von Cuglieri.


Monte Ferro Montiferru Foto: Timo Lutz

Monte Ferro Montiferru Foto: Timo Lutz

Monte Ferru
Der Name Monte Ferru oder Montiferru ("Eisenberg") verrät, dass in dem Vulkanmassiv noch zahlreiche Bodenschätze stecken: er ist nach einer alten Eisenmiene am Osthang des Berges benannt. Die Silizium- und Feldspat-Adern sind aber noch kaum erschlossen. Hier leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Neben Mufflons und Dachsen konnte man hier bis vor kurzem auch noch Gänsegeier über den spitzen Hügeln kreisen sehen. Im Herbst kann man Brombeeren pflücken - immer begleitet von einer atemberaubenden Sicht auf die Hochebene von Abbasanta und Cuglieri bis auf den Golf von Oristano und die Insel Mal di Ventre.


Sennariolo Foto: Paolo Succu

Sennariolo
Das 173-Seelen-Dorf Sennariolo liegt ca. fünf Kilometer nördlich von Cuglieri an der Grenze zum Monte Ferru. Das kleine Bauerndorf lebt vorwiegend von Weinanbau, Schaf- und Obstbaumzucht.
Schöne Ausflugziele sind die Feldkirche Santa Vittoria, eine alte Papierfabrik aus dem Jahr 1809 und der Torre Foghe, ein Turm aus der spanischen Besatzungszeit, mit herrlichem Ausblick auf die atemberaubende Felsküste.


Santa Caterina di Pittinuri Foto: Paolo Succu

Santa Catarina di Pittinuri
Der kleine Ferienort mit dem Flair vergangener Zeiten liegt etwa 13 Kilometer von Cuglieri entfernt in einer kleinen Bucht, umrahmt von imposanten Kalkfelsen. Die Bucht war in den 1980-er Jahren ein beliebter Ferienort und wurde in den letzten Jahren leider etwas vernachlässigt. Jetzt ist ein neues Urlauberzentrum mit einer großen Piazza entstanden.


Ausgrabungsstätte Cornus S. Caterina di Pittinuri Foto: Paolo Succu

Cornus
Hier wurde zur Zeit des zweiten punischen Krieges sardische Geschichte gemacht. Die Stadt Cornus wurde aller Wahrscheinlichkeit nach im 6. Jahrhundert v. Chr. von den
Karthagern gegründet.
Als Sardinien bereits von den Römern erobert und zur Provinz erklärt worden war, riefen die Bewohner von Cornus unter ihrem Anführer Ampsicora und seinem Sohn Osto im Jahr 215 v. Chr. zum Widerstand gegen die Besatzer aus. Der Aufstand mündete im "Bellum Sardum" und endete mit der endgültigen Eroberung von Cornus durch die Römer. Nach zahlreichen Sarazenenüberfällen im 9. Jahrhundert gründeten die Einwohner ihre Stadt neu: das heutige Cuglieri (Curulis Nova).
Die Ausgrabungen kurz hinter Santa Caterina di Pittinuri zeigen eine Grab- und Kultstätte sowie ein Baptisterium. Leider ist die Ausgrabungsstätte heruntergekommen.

Text: Andrea Behrmann, Timo Gerd Lutz. Fotos: Paolo Succu, Timo Gerd Lutz (6)

Letztes Update: 3. August 2009

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