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Grotte
- Grotte
Entrata - Eingang
Sala - Saal
Acqua - Wasser
Stalagmiti - Stalakmiten
Stalattiti - Stalaktiten
Parete - Wand

In
Jahrmillionen gewachsene Tropfsteine

Argoniten
- bizarre Kalkfiguren
Info
Soc.
Coop. Monte Meana arl
Loc. Is Zuddas - Santadi
Tel.: +39/0781/955741
E-Mail: iszuddas@tiscalinet.it
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Auf der Landstraße von Teulada nach Santadi findet man gut ausgeschildert
die an einem Hang gelegene Grotte von Is Zuddas. Hier herrschen
konstant 16 Grad Celsius, bei einer Luftfeuchtigkeit von 97 Prozent
- eine erfrischende Abwechslung an der wärmsten Küste der Insel.
Die auf einem halben Kilometer begehbare Grotte scheint zunächst
eine Tropfsteinhöhle wie jede andere zu sein: Stalagmiten und Stalagtiten,
die sich in großen Hallen und engen Gängen entgegenwachsen - mit
einer Geschwindigkeit von gerade mal einem Zentimeter in 100 Jahren.
In dem ersten großen Saal, dem "Orgelsaal", sind die Kalksäulen
sogar wie Orgelpfeifen nebeneinander angeordnet. Hier haben die
Betreiber, die die Grotte 1971 entdeckt und ab 1985 der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht haben, eine Miniaturandschaft mit Häusern, Brücken
und Flüssen aufgebaut, die in der Weihnachtszeit als Krippe dient
- dann werden Figuren aufgestellt, die kleinen Dächer gedeckt und
alles weihnachtlich geschmückt.

Eine
Führung in Is Zuddas dauert etwa eine Stunde - Pullover und
feste Schuhe sind Pflicht.
Der nächste große Saal führt von der Warte des Besuchers aus steil
nach oben - überall bedeckt mit Stalagmiten und Stalagtiten unterschiedlichster
Formen. Mit etwas Fantasie lassen sich unter den bizarren Kalkablagerungen
ein Elefantenkopf, Schneewittchen und die sieben Zwerge oder ein
Weihnachtsmann erkennen. Immer wieder hängen ganze Büschel
von nadelförmigen Bleikristallen an den Wänden, deren
Gestalt spontan an Seeigel erinnern. Entdeckt wurde der Saal durch
einen Zugang von der Decke der unterirdischen Halle aus - von dort
eröffnete sich den Höhlenkletterern ein Blick wie von einem steilen
Zuschauerrang auf eine Theaterbühne - daher der Name "Salone del
Teatro".
Die eigentliche Sensation der Felsgrotte hebt sich der Führer jedoch
gerne bis zum Schluss auf. In der "Sala delle Eccentriche" erwarten
den Besucher sogenannte Argoniten in bizarren Formen: hohle Kalkröhren,
die entgegen der Schwerkraft in alle Richtungen zu wachsen scheinen;
horizontal, oder auch nach oben oder unten und immer wieder umgeben
von glitzernden Kristallen. Ganze Wände sind mit den bizarren Kalkablagerungen
bedeckt. Über die Entstehung dieser Formen sind sich selbst Experten
nicht einig. Möglicherweise sind sie durch mikrofeine, kalkhaltige
Wassertröpfchen, die durch Wasseradhäsionskräfte nach oben statt
in Richtung der Schwerkraft getrieben werden, entstanden. Andere
Theorien bringen magnetische Kräfte ins Spiel, die die mikroskopisch
kleine Kalkteilchen in verschiedene Richtungen wandern lassen. Selbst
Spezialisten sind von diesen einzigartigen, in Jahrmillionen gewachsenen
"exzentrischen Argoniten" fasziniert. Viele von ihnen gaben vor
einigen Jahren auf einer Expertentagung zu verstehen, derartige
Formen von Tropfsteinen noch nie zuvor gesehen zu haben.
Öffnungszeiten: Oktober bis März: wochentags 12:00
bis 16:00 Uhr, am Wochenende 9:30 bis 12:00 Uhr und 14:30 bis 18:00
Uhr.
Timo Lutz
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