Orosei
Herrenhäuser, Kirchen und Nuraghen
Im Schatten von Cala Gonone wird das 5000-Seelen-Dorf Orosei oft vernachlässigt. Dabei ist die nur knapp 40 km von der Provinzhauptstadt Nuoro entfernt liegende Kleinstadt an der Cedrino-Mündung eine der Schönsten in der Ostküste. Ein Rundgang durch die Altstadt und ein Besuch der dreizehn bedeutenden Kirchen machen einen Badeurlaub an den hellen Sandstränden auch kulturell interessant.
 
Der historische Rundgang durch die Gassen zu den mittelalterlichen und barocken Bauten beginnt an der zentralen Piazza del Popolo und endet an der Piazza delle Poste. Wer ihn geht, kann die barocke Pfarrkirche San Giacomo Apostolo, die benachbarte Kapelle Santa Croce aus dem 18. Jahrhundert, das kleine barocke Oratorium del Rosario und die Kapelle Sas Animas aus dem 18. Jahrhundert bewundern. 
 
Das Herz der Altstadt ist die Kirche Sant’Antonio Abate mit dem dazu gehörigen Krankenhaus. Auf dem Kirchplatz stehen ein Brunnen und der pisanische Wachturm Sant’Antonio. In der Einfriedung liegen mehrere Pilgerhütten. Von der ursprünglichen Anlage sind nur noch Teile der Seitenwände erhalten. 

An der Piazzetta delle Anime steht Sa Preione Vezza ein mittelalterliches Schloss, das ab 1449 und bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis diente.
In der Nähe des Schlosses liegen die Pallathos Vezzos, viele zum Teil liebevoll restaurierte alte Herrenhäuser. In einem vom ihnen, der Caserma Vezza, ist heute das Guiso-Museum mit der privaten Sammlung des Adeligen Don Giovanni Guiso untergebracht. Zu sehen gibt es Puppentheater aus dem 18. bis 21. Jahrhundert, Gemälde, kostbare Bücher, Trachten, Kleider und andere Kunstobjekte. 

Zu sehen gibt es auch die historischen Räume des ehemaligen Palazzo Rettorale Su Probanu (das ehemalige Lehrerhaus), die der Gemeinde und dem Konsortium des Literaturparks Grazia Deledda für Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. 
 
Nördlich von Orosei, in der Nähe der Flussmündung steht auf der linken Uferseite des Cedrino die Landkirche Santa Maria ‘e Mare aus dem 12. Jahrhundert. Hier findet alljährlich am letzten Sonntag im Mai eine feierliche Bootsprozession zu Ehren der Heiligen statt. 
 
Aus der Zeit der Nuraghen-Kultur stammen die Ruinen des Nuraghen-Dorfes Sa Linnarta südlich von Orosei. Die knapp drei Hektar große Anlage befindet sich am Rand eines Basalthochplateaus inmitten einer faszinierender Landschaft. In 145 Metern Höhe thronen ein Mittelturm, zwei Seitentürme, die Reste einiger Hütten, zwei Mauerringe und ein nur wenige Meter entfernt liegender Brunnentempel.

Mehr Informationen: Ufficio Turistico im Pro Loco di Orosei - Piazza del Popolo 12, Orosei - Tel. +39 0784 999242 - www.oroseiturismo.it.  
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