Aritzo
Kastanienstädtchen in der Barbagia di Belvì
Ferien mit Blick auf die wilde Landschaft Sardiniens und Routenplanung mit einheimischen Bergführern! Wo? In Aritzo, einem kleinen Bergdorf am Gennargentu

Das charmante Städtchen mit der schönen Pfarrkirche San Michele Arcangelo und den kostbaren, dort aufbewahrten Holzstatuen aus dem 17. Jahrhundert klebt am Südhang des Gebirges.
 
Auch alte Häuser mit Mauern aus unverputztem Stein und großen Holzbalkonen, verwinkelte und steile Gassen, ein Gefängnis aus der Zeit als Sardinien spanisches Königreich war, Gärten und schmucke Trattorie prägen das Bild dieses Dorfes in der Barbagia di Belvì.
 
Hier oben beginnen viele Wanderwege durch die knisternden und verwunschenen Kastanien- und Haselnusswälder. Sie alle verbinden den Flumendosa-Fluss mit der Punta La Marmora - dem höchsten Gipfel im Gennargentu-Gebirge.
 
In der Umgebung kann man mit etwas Glück Wildschweine, dazwischen Mufflons und manchmal einen Goldadler beobachten. Gewandert wird mit Sergio Curreli. Er kennt hier jeden Baum, jeden Weg und die Menschen, denen die Weiden, die Haine und Häuser hier gehören. 

Aus Sorge um die Zukunft ziehen viele gen Süden, nach Cagliari - in die Stadt. Aber Sergio hat sich den Traum vom freien Leben in der Natur nicht nehmen lassen. Heute führt er Urlauber und Gäste durch seinen Naturpalast: Zu Fuß oder Off-Road mit dem Jeep. 

Da dies im Sommer durch die starke Hitze fast unmöglich ist, klettert er im Juli und August mit seiner Mannschaft zum Beispiel auch nachts: Notte de Chelu und Notte di San Lorenzo heißen die Touren, bei denen zur Funtana Cugnada und zur Punta La Marmora geklettert wird. Nach Stunden ist der Berg bezwungen und die Gruppe hat Aussicht auf Sternschnuppen und einen Sonnenaufgang pur.
 
Entspannen und vom Ausflug erholen, kann man sich anschließend im Ort. Hier gibt es Gaststuben und Läden, in denen es alles gibt, was der Besucher probieren muss: Culurgiones (Teigtaschen mit Käse- oder Kartoffelfüllung), Pixios (Nudelauflauf), Linsen- und Bohneneintopf auf Aritzese Art, Braten aromatisiert mit Kräutern der Region, Torrone, Honig aus den Kastanienwäldern und Gebäck aus Kastanienmehl. 
 
Im Herbst heißt es in Aritzo immer: Auf zum Fest - zur Sagra delle Castagne e delle Nocciole. Der Luftkurort mit Traumblick lockt dann nämlich mit gerösteten Kastanien, Haselnüssen und anderen Spezialitäten der Region. 

Weil es im Winter hier recht frisch ist und auch schneit, sind die Kuppen des kahlen Bergmassivs meist bis Februar noch weiß besprenkelt. Auch dann kann man spazieren gehen. Zur Neviera zum Beispiel, dorthin, wo die Menschen früher das Eis zum Kühlen hergestellt haben. Oder man kann ins Heimatmuseum gehen. Mit Sergio über die kulturgeschichtlichen Sammlungen, über das Schnitzen, das Weben, das Schmieden und die Glockenherstellung reden. Oder man schaut sich das alte böse Gefängnis Sa Bovida aus dem 17. Jahrhundert an. Hier wurden Sünder weggesperrt. Die Anstalt steht noch, auch die Eisenketten hängen noch an der Wand. 
 
Wer sich im Januar in Aritzo einquartiert, kann an der Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Antonio Abate teilnehmen. Dann wird ein gewaltiges Feuer entzündet. Am besten setzt man sich zu den anderen, erzählt und isst mit. 

Auch Künstler gab es in Aritzo. Auf eine Hauswand hat jemand ein Murales gemalt, das dem Gast eine schöne romantische Geschichte erzählt. Von einem flüchtigen Dichter, Bachisio Sulis, ist da die Rede, der seiner Verlobten schöne Poeme schrieb. Besichtigen kann man auch das Geburtshaus des Malers Antonio Mura (1902-1972). 
 
Mehr Informationen: Comune di Aritzo - Corso Umberto I, 08031 Aritzo - www.comune.aritzo.nu.it
 
Mehr Informationen zu Wanderungen und Off-Road-Touren: Centro Servizi Turistici di Sergio Curreli - 08031 Aritzo - Telefon +39 339 8092053 - censertur@tiscali.it.
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