Am ersten Sonntag im Juni feiert man in Fonni das Fest zu Ehren
von Nostra Signora dei Martiri. An der Prozession nehmen
auch Reiter in Trachten teil.

S. Giovanni Batista (Santu Jubanne)
Su santu - Der Heilige
Gosos - Lobgesänge
Traccas - Geschmückte Ochskarren
Lampadas - Lampen
Sagra - Kirchweih
Pentecoste - Pfingsten
Processione a mare - Bootsprozession

Nostra
Signora dei Martiri
Paolo Succu
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Den Monat Juni nennen die Sarden auch lampadas, denn wie
kleine Lampen, die die dunkle Nacht erleuchten, brennen in der Nacht
vom 23. auf den 24 Juni in vielen Orten Freudenfeuer, die dem Santu
Jubanne, dem Schutzpatron der Schäfer, gewidmet sind. Gefeiert
wird der Heilige in Alghero, Assemini, Armungia, Domusnovas Carloforte,
Gesturi, Lunamatrona, Portoscuso, Pula, San Giovanni Suergiu, Bauladu,
Ghilarza, Bonarcado, Milis, Nurachi, Bosa, Dorgali, Escalaplano,
Fonni, Gavoi, Bono, Bonorva, Buddusò, Chiaramonti, Mara,
Monti und Olbia. Fast bei allen Festen, die religiösen Anlässen
gewidmet sind, finden nach der Prozession folkloristische Darbietungen,
wie Tänze, Gosos, Wettspiele, Dichterwettbewerbe und
üppigen Festbankette statt. So auch während der Festlichkeiten
zu Ehren des Santu Jubanne.
Das wichtigste religiöse Fest des Monats ist jedoch Corpus Domini.
Das Fest findet am zweiten Sonntag nach Pfingsten (das Pfingstfest
feiert man fünfzig Tage nach Ostern) statt. Nur noch wenige Orte
auf Sardinien feiern dieses tief religiöse Fest. Vielleicht weil
in der Barbagia die Einstellung zur Religion noch sehr positiv ist,
wird dieses Fest gerade in dieser Gegend gefeiert. Ernst und feierlich
nehmen die Dorfbewohner von Desulo und Fonni in ihren Trachten an
den Prozessionen und religiösen Ritualen teil. Ausserdem feiert
man dieses Fest in Tertenia, Ales, Arborea und Ploaghe. In Arborea
wird die Hauptstrasse des Stadtzentrums zu einem bunten Blumenteppich,
der die Form sakraler Motive annimmt. In Ploaghe wird die Prozession
von Männern begleitet, die zwei riesige, verzierte und geschmückte
Holzkerzen tragen.

Corpus Domini, Fonni
Trachten und Traccas bestimmen auch das Bild der Feiern zu Ehren des Sant'Antonio
da Padova am 13. Juni in Santadi, Arbus, Fluminimaggiore, Uras,
Segariu, Esterzili, Jerzu, Macomer, Nurri, Tonara, Cabras, Busachi,
Mores, Nule, Palau, Ploaghe, Sorso und Trinitý d'Agultu. Besonders
stimmungsvoll geht es am 29. Juni in Bosa bei der Processione a
mare zu Ehren des San Pietro zu. Die Prozession erreicht
die St. Petrus Kirche im Tal Temo. San Pietro feiert man
am 29. Juni aber auch in Gavoi, Nurallao, Ollolai, Perdasdefogu,
Buggerru, Carloforte, Monastir, Nuraminis, Quartu Sant'Elena, Villa
San Pietro, Baratili San Pietro, Neoneli, Terralba und Zuri.
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