Kayaktour Lago del Cedrino - Su Gologone
Paddeltour zur Quelle von Su Gologone auf dem Lago del Cedrino bei Dorgali
Der Lage Cedrino im Sonnenschein
Archiv Sardinien.com
Seen sind selten auf Sardinien – gerade mal einen nennenswerten natürlichen Teich gibt es auf der Insel, den Lago di Baratz bei Alghero. Bei allen anderen Seen Sardiniens handelt es sich um Lagunenseen mit Meerzugang oder um künstlich errichtete Staudämme. Letztere dienen nicht nur der Stromerzeugung und der Bewässerung, sondern sind auch zu einem beliebten Freizeittreff für die Sarden aus dem Herzen der Insel geworden, für die der Weg zum Meer zu weit ist. Besonders beliebt: Angeln von Forellen und Barschen sowie Paddeln mit Booten und Kayaks.
 
Ein See, der sich besonders zur Erkundung per Boot, Kajak oder Kanu eignet, ist der Lago del Cedrino am Rande des Supramonte-Massivs im Osten der Insel. Atemberaubende Landschaften, stille, einsame Natur und eine schöner Picknickplatz erwarten den Tourenpaddler.
 
Der See im Westen von Dorgali weist kaum Strömung auf und ist deshalb vor allem ideal für Hobbypaddler und Kanu-Einsteiger. Der schmale Stausee liegt landschaftlich reizvoll und zwängt sich zwischen das wuchtige weiße Kalkmassiv des Supramonte und die rotbraunen Basaltfelsen der fruchtbaren Hochebene Gallei su Giuncu.
Zu entdecken gibt es unterwegs einsame Natur und den ein oder anderen Steinadler, der über den fruchtbaren Hängen seine Kreise zieht. Je nach Wasserstand säumen das Ufer grüne Büsche oder gespenstisch wirkende graue Äste längst abgestorbener Eichen, Steinlinden und Erdbeerbäume, die bei der Flutung des Tals einfach stehen gelassen wurden. Hier hat sich ein neues Biotop gebildet: Enten und Heidelerchen haben hier Unterschlupf gefunden, aber auch Flussbarsche fühlen sich in dem Gewirr der verdorrten Äste wohl und gehen hier auf Insektenjagd.
Aufgrund des Uferbewuchses ist es unterwegs kaum möglich, am Ufer anzuhalten. Einzige Ausnahme bietet der Anlegesteg unterhalb der kleinen Landkapelle von San Pantaleo, die heute nur noch über den Seeweg erreichbar ist und, ockergelb leuchtend, hoch über dem ehemaligen Flusstal thront. 
Im höhergelegenen Teil des Sees, wo das Tal enger wird, findet man kleine Grotten und Karsthöhlen, versunkene Bäume und Sträucher. Erstmals bekommt man hier die Strömung zu spüren, denn das Tal läuft auf das obere, westliche Ende des Sees zu. 
Am Ende einer Paddeltour auf dem Cedrino steht auch immer ein Halt an dem Quelltopf Su Gologone bei Oliena. Die Karstquelle, aus der bis zu 300 Liter pro Sekunde eiskaltes Bergwasser fließen, sorgt nicht nur für eine kräftige Strömung auf dem oberen Lauf des Stausees, sondern auch für besonders viel Grün: Ausladende, große, grasgrüne Trauerweiden, Birken und Eukalyptusbäume sind ein unübersehbares Zeichen dafür, dass das Cedrino-Tal hier schon seit Urzeiten besonders fruchtbar ist. Die Bürger von Oliena, zu deren Gemeindegebiet die Quelle gehört, haben hier eine einfache Landkirche erbaut, die der Nostra Signora della Pietá gewidmet ist. Rund um die Quelle kann man wunderbar Ausspannen und Picknicken. Wer keinen eigenen Proviant mitnehmen möchte, kann sich außerdem an einer kleinen Snackbar stärken. 
 
Die Paddeltour von Dorgali bis Su Gologone dauert etwa 1,5 Stunden pro Strecke und ist ideal für Anfänger und Kajak-Einsteiger. In Dorgali gibt es mehrere Anbieter, die das Paddelerlebnis auf dem Lago Cedrino im Programm haben, zum Beispiel der Agriturismo Neulé
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