Wandertour Parco della Giara
Ausflug zu den kleinen Pferden auf einem Tafelberg bei Gesturi
Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen
Der Tafelberg Giara di Gesturi, benannt nach einer der angrenzenden Gemeinden, ist 14 km lang und 6,5 km breit – ein wertvolles Naturschutzreservat mitten in der Marmilla-Ebene. Hauptattraktion sind hier 600 kleinwüchsige halbwilde Pferde, die auf der Hochebene zwischen Korkeichen und dichter Macchia aus Zistrosen und Affodill-Sträuchern leben. Man trifft sie mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem der vielen flachen Sumpfseen (»Paùli«). Der darin blühende, an kleine Gänseblümchen erinnernde Weiße Hahnenfuß ist ihr Lieblingsfutter.

Ausgangspunkt: Parkplatz auf dem Tafelberg, 572 m. Auf der SS 197 von Sanluri kommend, in Fahrtrichtung Barumini in Las Plássas links abbiegen nach Tuili und nach 5 km, kurz nach dem Ortseingang vor der Chiesa San Pietro Apostolo rechts abbiegen und den Schildern »Alto Piano della Giara« und »Parco Giara« folgen. Nach 600 m durch den Ort über eine schmale Brücke, kurz rechts, dahinter links die asphaltierte Serpentinenstraße 5,5 km aufwärts bis zum Parkplatz vor dem Parkeingang. 
Höhenunterschied: 40 m. 
Anforderungen: Wanderung zumeist auf breiten Forstwegen, teilweise aber weglos im Bereich des Monte Zeparedda, unterwegs keine Wegmarkierungen. 
TippsSu Nuraxi: Ruinen einer großen Nuraghensiedlung nahe Barumini. In Tuili Spaziergang durch das behutsam restaurierte Marmilla-Dorf. 
Einkehr/Unterkunft: Unterwegs keine Einkehrmöglichkeit. In Tuili kleine Bar. Unterkunft in der Umgebung, z. B. in Barúmini Hotels und Agriturismo.

Hinweise: Im Info-Häuschen etwas abseits vom Park-Eingang ist ein kleiner Plan über die Giara erhältlich. Der Besuch des Parks ist gebührenfrei. Nach längeren Regenfällen sind die Pfade im Park aufgeweicht und schwer begehbar. 


Tourentyp: Wanderung 
Schwierigkeit: mittel 
Gehzeit: 3.00 
Tage: 1 
Höhenmeter Aufstieg: 59 
Höhenmeter Abstieg: 59 
Strecke: 9.5 km 
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: nein 
Einkehr unterwegs: nein 
Für Kinder geeignet: nein 
 
Wir starten unsere Tour an dem hölzernen Haupttor, an dem die Zufahrtsstraße zum Tafelberg scharf nach rechts zum Parkplatz abknickt, und folgen dem Feldweg ein kurzes Stück bis zu einem Abzweig nach links zur Chiesetta Santa Luisa. Sie ist nach wenigen Minuten erreicht. Vom Vorplatz haben wir einen schönen Überblick über die Marmilla-Ebene mit vereinzelten Bauernhöfen, Kegel- und Tafelbergen und einem Patchwork aus Kornfeldern und Wiesen.
Zurück zum Hauptweg wandern wir links entlang, an einem hohen Stahlmast vorbei, dicht an der Abbruchkante des Giara-Plateaus. Der Mast wird uns im Mittelteil der Tour aus der Ferne als wertvoller Orientierungspunkt dienen.
Bei der folgenden Gabelung bleiben wir auf dem rechts verlaufenden Feldweg. Er führt durch eine Öffnung in einer Trockenmauer hindurch auf eine Wiesenfläche, die an den Längsseiten von niedrigen Steinmauern eingefasst ist.
Wir laufen zunächst knapp 100 m über das Gelände, um dann scharf nach rechts durch eine Toröffnung in der Mauer abzubiegen. Hinter dem Steinwall verläuft ein breiter Feldweg, dem wir nach links folgen. Das Gelände ist mit Korkeichen und niedriger Macchia im Unterholz bedeckt. Wir erreichen einen etwa 15x15 m großen, gemauerten Pferch auf der linken Seite, von dem aus man einen Abstecher zu den spärlichen Steinresten der Nuraghe Tuturuddu machen kann, knapp 100 m vom Pferch entfernt.
Einen Feldweg, der innerhalb des Pferchs auf dem Weg zur Nuraghe rechts abzweigt und ins Gelände führt, lassen wir unbeachtet. Zurück auf unserer Hauptroute, der wir nach links folgen, ignorieren wir einen gegenüber dem Pferch nach rechts abzweigenden Sandweg und 5 Min. später einen weiteren, ebenfalls nach rechts abzweigenden Feldweg. Es ist eine Abkürzung zur Pinnètta, zu der wir etwas später gelangen werden.
Kurz darauf ist erneut ein Pferch erreicht, kreisrund diesmal mit etwa 40 m Durchmesser. Unser Hauptweg wird uns gleich rechts entlang zum großen Sumpfsee führen. Es lohnt vorher aber ein Abstecher nach links zum kleineren Paùli Piccia, den wir nach weniger als 10 Min. erreichen. Hier besteht oft erstmals die Gelegenheit, einige der Wildpferde zu beobachten.
Zurück am Pferch gehen wir geradeaus weiter in Richtung Paùli Maiori – ein weiterer Sumpfsee, nur 10 Min. entfernt. Auf dem Weg dorthin liegt links der Paùli Xiveddu. Etwas versteckt zwar, etwa 70 m vom Hauptweg entfernt, dennoch auch hier ein Ort, an dem sich die Pferde gern aufhalten.
Unser Hauptweg endet am Ufer des großen Paùli Maiori in einer kreisförmigen steinigen Platzfläche. Am rechten Rand dieser Fläche führt ein schmaler Trampelpfad vom Sumpf weg in östliche Richtung in die Macchia. Diese Stelle für den Weiterweg gut merken!
Zunächst jedoch gehen wir geradeaus am östlichen Ufer des Sumpfsees an einer langen Reihe windgebeugter Korkeichen entlang, gut 200 m weit bis zu einem kleinen Bachlauf, der von rechts in den Sumpfsee mündet. Weglos folgen wir ihm nach rechts etwa 200 m weit bis zur Quelle Mitza Salamessi mit kleinem gemauertem Brunnenhäuschen, vor dem sich das Quellwasser in drei länglichen Trögen sammelt.
Wir kehren zu unserem kleinen Platz am See zurück, auf dem wir jetzt scharf links auf den schmalen Trampelpfad einschwenken. Auf der folgenden Wegstrecke durch hüfthohe Macchia nehmen wir nach etwa 15 Min. Gehzeit einen von links einmündenden Pfad mit auf, bevor wir uns gleich darauf an einer Gabelung rechts halten.
Nur 1 Min. später gelangen wir zu einer offenen, von Korkeichen eingerahmten Wiesenfläche mit zwei runden Schafställen (sardisch »pinnètta«) und zwei Steinpferchen. In einem der beiden Pferche sind drei kleine Unterstände für die Schafe, gegenüber dem Pferch, etwa 25 m entfernt, sehen wir einen Querweg, auf dem wir links abbiegen (rechts entlang geht es zur Nuraghe Tuturuddu).
nser Weg ist zunächst grasbedeck und mündet wenig später in einen Feldweg, fortan durch offenes Gelände. Rechts ist in der Ferne der Stahlmast zu erkennen, unser Orientierungspunkt. Die folgenden knapp 20 Min. bleiben wir stets auf dem Hauptweg. An einer Gabelung halten wir uns links, ehe wir uns stetig einer Trockenmauer nähern, die auf der linken Seite parallel zu unserer Route verläuft. Wir stoßen auf einen Querweg, der 10 m nach links an einem Holzgatter in der Trockenmauer endet.
Wir schwenken in die entgegengesetzte Richtung nach rechts. Wer sich den Schlenker zum Monte Zeparedda sparen möchte, geht auf diesem Weg immer geradeaus weiter und mündet automatisch in unsere Rückweg-Route.
Zum Monte Zeparedda biegen wir schon nach wenigen Metern wieder nach links ab auf einen zweispurigen Feldweg. Er führt in einen dichten Wald mit uralten knorrigen Korkeichen. Steinmännchen dienen der Orientierung. Etwa 250 m weiter schwenkt der Weg nach rechts leicht aufwärts (ein Trampelpfad geradeaus bleibt unberücksichtigt), knickt gleich nach links ab und führt durch eine Öffnung in einer niedrigen Steinmauer hindurch in ein Gebiet mit geschälten Korkeichen.
Achtung: Nur etwa 3 Min. nach Durchqueren des Steinwalls müssen wir weglos in Höhe einer L-förmig abgeknickten Korkeiche auf ein paar aufgetürmte, moosbedeckte Basaltsteine hinter einigen dicht beieinander stehenden Korkeichen rechts vom Weg zugehen. Wir klettern auf die Steine hinauf und stehen auf der Anhöhe des Monte Zeparedda. Der Gipfel ist allerdings sehr flach, umgeben von Basaltfelsen und Macchia. In einem der Felsen zur Rechten ist eine IGM-Plakette als Gipfelmarke eingelassen.
Vom Plateau steigen wir schräg links in nördliche Richtung hinab in eine Senke bis zu einem Felseinschnitt, etwa 50 m vom Gipfel entfernt. Dahinter, knapp 5 m tiefer, gelangen wir zu einer Wiese, umgeben von niedrigen Steinwällen. Wir halten uns nach rechts und gelangen zu einem kleinen Steinhaus mit Tonnengewölbe. Es ist mit gelben und rotbraunen Flechten überzogen.
Mit dem Rücken zum Eingang des Steinhauses sehen wir scharf rechts einen Trampelpfad, der zu einem breiten Weg führt. Ein weiterer, nicht sofort sichtbarer Pfad etwas links vom ersten Pfad führt schräg, etwa in einem 45-Grad-Winkel vom Haus aus in nordwestliche Richtung weg. Hier entlang, vom Haus etwa 50 m entfernt, stoßen wir auf einen Feldweg. Knapp 5 Min. haben wir vom Gipfelplateau bis hier gebraucht.
Jetzt ist es einfach, da wir wieder offenes Gelände erreichen. Wir folgen dem Feldweg, lassen einen rechts abzweigenden Feldweg unbeachtet und stoßen auf eine Kreuzung, auf der wir nach links abbiegen. Er ist teilweise mit Pflastersteinen befestigt.
An einem langen Brunnen vorbei führt er zu einer Weggabel. Wir biegen scharf links ab, geradeaus geht es zu einem Pferch mit Steinmauer und Maschendrahtzaun. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Giardino botanico della Giara auf der rechten Seite, in dem Giara-typische Pflanzen zu sehen sind. Auf unserer Route nehmen wir einen Seitenweg von links kurz hinter dem Garten, einen weiteren kurz darauf ebenfalls von links kommend mit auf.
Wir stoßen auf einen Querweg hinter dem Gelände des Info-Häuschens, biegen nach rechts ab und kommen kurz darauf wieder zum Parkplatz am Haupttor.
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Alle Bilder u. Texte: Walter Iwersen und Elisabeth van de Wetering - Mit freundlicher Genehmigung vom Bergverlag Rother
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