Tour: Santa Maria Navarrese – Baunei
Viele Höhepunkte auf einer spannenden Küstenroute
Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen
Noch einmal ist S. Maria Navarrese Ausgangspunkt unserer Wanderung. Diesmal geht es entlang der Küste zum Naturmonument der Pedra Longa und durch die atemberaubende Karst-Landschaft am Fuße der Punta Giradili. Der Aufstieg über die Cengia Giradili zur Hochebene Planu Supramonte gehört mit Sicherheit zu den Highlights eines Wanderurlaubs an der Ostküste. Die Schlussetappe führt uns zu einer perfekt gelegenen Aussichtsplattform über dem Bergdorf Baunei

Ausgangspunkt: S. Maria Navarrese, Parkplatz hinter dem Ostello Bellavista, 69 m. In S. Maria Navarrese bis zum oberen Ortsplatz fahren (siehe Tour »S. Maria Navarrese - Pedra Longa«), nun geradeaus weiter in die Via Pedra Longa, nach 500 m am Ostello Bellavista rechts vorbei und 200 m hinter dem Gebäude auf dem Parkplatz parken. Bei Anfahrt mit dem Bus aus Tortoli oder Dorgali sind es von der Haltestelle vor der Kirche noch 20 Min. zu Fuß bis zum Ausgangspunkt. 
Endpunkt: Baunei, Kirche, 528 m. Rückkehr nach S. Maria Navarrese mit einem zweiten Fahrzeug oder per Bus 
Höhenunterschied: 790 m. 
Anforderungen: Vom Ausgangspunkt bis zum Fußpunkt der Punta Giradili teilweise felsiger Bergpfad, technisch aber gut zu bewältigen. Beim Aufstieg zur Cuile Duspiggius gibt es teilweise steinige und geröllige Abschnitte. Schlussetappe bis Baunei über einfache Schotterwege und eine Asphaltstraße. 
Einkehr/Unterkunft: Unterwegs keine. Ausreichend Trinkwasser mitnehmen! 

Tourentyp: Wanderung 
Schwierigkeit: mittel
Gehzeit: 6.30
Tage: 1
Höhenmeter Aufstieg: 877
Höhenmeter Abstieg: 418
Strecke: 15.6 km
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: ja
Einkehr unterwegs: nein
Für Kinder geeignet: nein
Diese Tour stammt aus dem Rother Wanderführer Sardinien von Walter Iwersen und Elisabeth van de Wetering

Am hinteren Ende des Parkplatzes des Ostello Bellavista in S. Maria Navarrese sehen wir auf der Meerseite ein eingezäuntes, nur in der Hochsaison geöffnetes Gelände mit Bar und Terrasse. Links neben dem Zaun führt ein Weg zu einer Holzpforte und einem Hinweisschild (Pedra Longa).
Wir schließen die Holzpforte hinter uns und finden einen schönen Saumpfad, der uns parallel am Hang auf und ab entlang der Küste führt. Die Macchia besteht vorwiegend aus Zistrosen, die den Pfad an einigen Stellen verengen. Im Rückblick sehen wir die roten Felsen der kleinen Isola dell’Ogliastra in der Bucht von S. Maria Navarrese. Eine Weggabelung erreichen wir nach 25 Gehminuten. Hier halten wir uns links.
Unser Pfad ist gelegentlich mit blauem Punkt markiert, so auch an dieser Stelle. 15 Min. später stoßen wir auf ein Geröllfeld. Ausgelöst durch einen Erdrutsch haben große Felsbrocken den Pfad unter sich begraben. Es hat sich aber längst wieder ein deutlich sichtbarer, von vielen Wanderern ausgetretener Trampelpfad herausgebildet. Steinmännchen tun ihr Übriges für die Orientierung.
Wir steigen über die Felsen und über den Stamm einer umgestürzten Eiche hinweg, entdecken ein paar Quarzadern, die durch den Steinbruch freigelegt worden sind, und gelangen bald schon wieder auf den ursprünglichen Pfad, auf dem es an der Küste weitergeht – stets etwas oberhalb des Meeresspiegels.
Mehr und mehr rückt die Pedra Longa in unser Blickfeld, ein prächtig steiler Felsklotz, vom Festland abgelöst, von azurblauem Meer umspült. Wir erreichen ein schmales Felsplateau, gehen von dort noch einmal in eine Senke hinunter und um eine Biegung herum bis zu einer asphaltierten Straße mit einem lang gezogenen Parkstreifen auf der rechten Seite.
Am unteren Ende, in etwa 100 m Entfernung, steht ein mit einer runden Sitzmauer eingerahmter Johannisbrotbaum auf dem Parkstreifen; Ausgangspunkt für Tour »Punta Giradili«. Wir erreichen ihn in wenigen Minuten.
Wer will, macht noch einen Abstecher zur Pedra Longa, die man, auf der Straße hinunter nach 200 m erreicht. Vom Johannisbrotbaum gehen wir etwa 30 m auf der Straße abwärts, überqueren sie und biegen auf der linken Seite auf einen breiten Pfad ab.
Gleich am Anfang ist er mit blauem Punkt (für Selvaggio Blu) markiert. Ein brauner Dieseltank und ein Ziegenstall unter einem Olivenbaum am rechten Wegrand sind nach ein paar Schritten weitere Orientierungspunkte. Kurz darauf erreichen wir einen kleinen Buckel, hinter dem sich ein einzigartiges Küstenpanorama vor uns ausbreitet, im Zentrum die Punta Giradili, die mit ihrer steilen Südwand zum Meer hin abfällt.
Etwa in halber Höhe, nach links in nordwestliche Richtung ansteigend, erkennt man an ihrem Osthang die Cengia Giradili (Cengia = enge Passage, Terrasse), eine mit Wacholderbäumen und Macchia bedeckte grüne Rampe. Auf ihr verläuft der Pfad zur Cuile Duspiggius, einer Zwischenetappe unserer Rundwanderung.
Wir lassen ein kleines Holzgatter hinter uns und bleiben bei der folgenden Gabelung auf dem rechten Weg in Richtung Küste. Nach 15 Min. Gehzeit ab Asphaltstraße wird ein trockenes Bachbett überschritten, 5 Min. später an einer Wegkreuzung der geradeaus führende, mit blauen Punkten markierte Pfad gewählt. Die Hänge sind überall mit Zistrosen bedeckt.
Wir überschreiten ein kurzes Geröllfeld und stoßen auf einen prächtigen uralten Johannisbrotbaum, der mit den Felsen fest verknotet zu sein scheint. 80 m hinter ihm verlassen wir unseren Pfad. Steil aufwärts geht es nach links auf einem schmalen, blau markierten Trampelpfad. 10 Min. dauert der giftige Anstieg, dann ist ein Abzweig nach links erreicht, der in wenigen Schritten zu einem Bächlein mit einer Quelle führt.
Wir steigen weiter geradeaus auf dem Hauptpfad auf, bis er nach einer Linkskehre wieder in die Richtung schwenkt, aus der wir kamen. Auf steilem Pfad gelangen wir zu der Geröllrinne, die wir bereits im unteren Teil der Wanderung überquert haben. An ihrem rechten Rand lässt es sich zwar steil, aber am sichersten aufsteigen.
Direkt unter der Südwand des Giradili kommen wir auf felsiges Gelände. Ab hier weisen wieder blaue Punkte und Steinmännchen den Weg. Einige Spuren führen nach rechts, dicht an die Felswand heran zu den Ausgangspunkten von Klettertouren. Wir halten uns etwas links und erreichen knapp 15 Min. seit Verlassen der Geröllrampe die schmale Rampe der Cengia Giradili. Auf ihr gelangen wir zu einem Felsplateau mit postkartenreifem Ausblick. Perfekt für eine kurze Rast.
Steil fällt der Hang vor uns zum Tal zwischen Punta Giradili und Punta Argennas ab. Einem Amphitheater gleich öffnet es sich zum Meer. Die Pedra Longa ist von hier oben zu einer kleinen Felsnadel geschrumpft. Weiter auf der etwa 5–10 m breiten Rampe aufsteigend – rechts hohe Felsen, links der Steilhang ins Tal – kommen wir an einer Felshöhle vorbei, die Kletterer als Basislager nutzen.
Gut 15 Min. nach Verlassen der Aussichtsplattform zweigt links ein Pfad ab. Wir bleiben jedoch geradeaus auf dem Hauptweg. Er führt weiter geradeaus zwischen vereinzelt wachsenden Wacholderbäumen hindurch bis zu einem dreieckigen Felsbogen, hinter dem der Weg sich verbreitert und in einen alten Köhlerweg übergeht. In der Ferne erkennt man bereits die Ziegenställe der Cuile Duspiggius.
Wir durchschreiten ein kleines Holztor und laufen weiter leicht bergan, teilweise unter Überhängen der Punta-Giradili-Felsen hindurch. Der Pfad endet auf einem Wiesengelände, das mit einem hohen Maschenzaun von den Ziegenställen abgetrennt ist. Wir finden eine Holzpforte, hinter der wir auf einem Grasweg zunächst kurz nach links, dann in einer Rechtskurve bis zu einem Feldweg gelangen.
Dort nach links ab, gehen wir bis zu einem weiteren Feldweg, der nach rechts abbiegend 150 m weiter am Blechschuppen der Cuile Duspiggius endet. Knapp 2.30 Std. Gehzeit liegen hinter uns. Ein letzter Blick zurück ins Tal, dann schwenken wir auf diesem Feldweg nach links, passieren ein Stahlgatter und stoßen auf einen Fahrweg, auf dem wir nach links entlang zur Hochebene der Planu Supramonte gelangen (Tour »Punta Giradili« führt von hier rechts entlang zur Punta Giradili). Gut 45 Min. lang bleiben wir auf diesem Fahrweg, zunächst leicht abwärtslaufend, dann leicht ansteigend. Rechts und links zweigen Feldwege zu Stallgebäuden oder eingezäunten Wiesen ab.
Unsere Route endet in einer Kurve eines weiteren Fahrwegs, auf den wir nach links abbiegen. Die Einmündung ist mit einer Granitstele markiert. In gut 80 m Entfernung ist links ein mit Stahlgeländern eingerahmtes Beton-Bassin mit Viehtränken zu sehen. Wir laufen an der Viehtränke und zwei nacheinander folgenden Rechtsabzweigen vorbei bis zu einer asphaltierten Straße. Die Gegend ist karg, einzelne Steineichen und hüfthohe Macchia umgeben uns. Wir biegen nach links ab, knapp 15 Min. lang bis kurz vor die Passhöhe, hinter der die Straße in engen Kehren nach Baunei hinunterführt. Auf der rechten Fahrbahnseite steht ein Verkehrsschild (Höchstgeschwindigkeit 20 km/h, starkes Gefälle). Gegenüber zweigt ein Schotterweg ab, der sich nach 4 Min. gabelt und uns rechts entlang zum Belvedere von Baunei führt. Die große Terrasse ist als kleiner Park mit Steinbänken angelegt, die Aussichtsplattform mit einem Geländer gesichert. Ein Spitzenplatz, unter uns die Dächer und Dachterrassen des kleinen Bergdorfs von Baunei, in der Ferne die Tiefebene von Urzulei, eingerahmt von einem hohen Gebirgskranz.
Wir kehren zur Weggabelung und zur Asphaltstraße zurück, biegen nach links ab, über die Passhöhe hinweg und laufen auf den eng geführten Serpentinen hinunter nach Baunei. Durch die Gassen hindurch finden wir den Weg bis zur Hauptstraße und zur Kirche im Ortszentrum. Von dort mit dem Bus zurück nach S. Maria Navarrese. 
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Alle Bilder u. Texte: Walter Iwersen und Elisabeth van de Wetering - Mit freundlicher Genehmigung vom Bergverlag Rother
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