Capo Coda Cavallo
Einzigartiges Naturparadies rund um die Insel Tavolara
Das Capo Coda Cavallo ist ein einzigartiges Naturparadies zu Lande und zu Wasser. Die schmale Landzunge, nur wenige Kilometer südlich von Olbia, ist reich an traumhaften Stränden, einer einzigartigen Natur und voll toller Ausblicke auf den Meerbusen von Capo Ceraso bis Capo Coda Cavallo. Der Küstenabschnitt ist ein streng geschütztes Naturschutzgebiet "Area Marina Protetta Tavolara Punta Coda Cavallo", in dessen Zentrum der mächtige Bergrücken der Insel von Tavolara thront.
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Den besten Ausblick auf das Kap und die gesamte Bucht hat man von einem Aussichtspunkt vor dem Villaggio Punta Coda Cavallo: Der Rundblick umfasst das gesamte Naturschutzgebiet von Tavolara. Das Pferdeschweif-Kap, so die wörtliche Übersetzung des Namens, verjüngt sich in einem langen Bogen zu einem dünnen Band aus Granit, hellem Sand und knorrigen Wacholderbüschen, bevor es in den azurblauen Fluten des Mittelmeers versinkt.
In das Spekakel aus betörenden Düften und atemberaubenden Ausblicken auf dem Capo Coda Cavallo reihen sich eine ganze Zahl von Inseln ein, die weit verstreut in dem breiten Meerbusen des Naturschutzgebiets liegen. Das größte Eiland ist der mächtige, zackige Bergkamm der Isola Tavolara, der sich gewaltig aus dem glasklaren Wasser hervorreckt und die Nordostküste Sardiniens dominiert. Seine 565 Meter hohen Spitzen sind bei guter Sicht von der Costa Smeralda bis nach Siniscola zu sehen. Tavolara ist heute in Privatbesitz und ein Teil der Insel ist militärisches Sperrgebiet. Zwei große Funkantennen zeugen davon, dass von der knapp sechs Quadratkilometer großen, fast rechteckigen Insel der Langwellen-Funkverkehr der U-Boot-Flotten der NATO im Mittelmeer koordiniert wird.
Doch auch die nur wenige Quadratkilometer große Molara-Insel und das winzige, streng geschützte Eiland Molarotto sowie ein paar Felsriffs und Granitzacken gehören zu der "Area Marina Protetta Tavolara Punta Coda Cavallo".
Capo Coda Cavallo ist ein Naturschutzgebiet zu Lande und zu Wasser – und das aus gutem Grund. Nicht nur die reiche Flora und Fauna entlang der Küste und in der dichten Macchia, sondern auch das Leben unter Wasser in der großen Bucht ist besonders schützenswert. 
Kormorane und Sturmtaucher leben und brüten hier ebenso wie die im Mittelmeer selten gewordenen Seeschwalben und Korallenmöwen. In den Bergzacken des Karstmassivs von Tavolara ziehen hingegen Steinadler und Wanderfalken ihre Kreise - und das nur wenige Kilometer südlich der geschäftigen Hafenstadt Olbia.
Unter Wasser gibt es zahlreiche Spezies, die nur noch hier einen Habitat finden. An den Granitfelsen und in den großen Seegraswiesen rund um Capo Coda Cavallo und Tavolara leben so empfindliche Tierarten wie Meeresschnecken, Steckmuscheln und Bärenkrebse, die zahlreichen Fischarten locken sogar zahlreiche Delfine, Tümmler und zuweilen auch Pottwale an. 
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Die artenreiche Meeresflora und -fauna ruft auch zahlreiche Schnorchler und Taucher in die Region. Einige Schiffswracks, die seit Jahrzehnten zwischen Tavolara una Molara auf Grund liegen, sind beliebte Reviere für Sporttaucher. Wer mit Ausrüstung und Sauerstofflasche rund um Coda Cavallo unterwegs ist, sollte sich aber an die Schutzzonen halten: Das Ostende von Tavolara und die Felsinsel Molarotto sind für Taucher und Boote tabu, um die sensible Natur und brütende Zugvögel nicht zu stören.
Eine etwa fünf Kilometer lange Landstraße führt von der Staatsstraße S.S. 125 nach Coda Cavallo. Immer wieder zweigen Stichstraßen zu zahlreichen kleinen Buchten mit feinem Granitsand ab. Überall rahmen Wildpistazien, Flockenblumen, Erdbeerbäume, Ginster, Wacholder und Baumheide die kleinen Strände und zackigen Felsufer ein. Wer im Frühjahr durch die Macchia von Coda Cavallo spaziert, den betören die intensiven Düfte von Heilkräutern und Gewürzen wie Myrthe, Thymian, Strohblume und Rosmarin. Inmitten der Macchia verstecken sich eine immer größer werdende Anzahl von niedriggebauten Ferienanlagen und Ferienhäusern. Außerdem gibt es auf dem Capo Coda Cavallo einen Campingplatz und mehrere Restaurants. 
 
Timo Lutz
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