Miniera di Baccu Locci
Arsenopyrit aus dem Bergwerk bei Villaputzu
Die alte Arsenopyritmine von Baccu Locci war seinerzeit für die wirtschaftliche Entwicklung des Sarrabus Gerrei sehr wichtig. Wie viele andere verlassene Bergwerke soll sie in der Zukunft in einen Naturpark verwandelt werden. Das Projekt, das helfen soll, Umweltschäden als Folgen des Bergbaus zu bekämpfen und die Bergwerke der Insel als Park mit verschiedenen Freizeitzonen Urlaubern und Besuchern zugänglich zu machen, nennt sich Parco Geominerario della Sardegna und ist eine Einrichtung des EMSA (Ente Minerario Sardo).

Dass die Mienen Sardiniens unproduktiv geworden sind und seit Jahren langsam vor sich hinrotten, war keinem und schon gar nicht den Sarden ein Geheimnis geblieben. Die Einrichtung verfolgt deshalb schon seit verschiedenen Jahren in den Gebieten Monte Arci, Orani, Funtana Ruminosa, Gallura, Argentiera Nurra, Sos Enatos-Guzzura, Sulcis-Iglesiente-Guspinese und Sarrabus Gerrei einen Plan zum Schutz und zur Wiederherstellung der Umwelt dieser Bergbaugebiete. 

Seit der Stillegung der Bergwerke hat sich bis vor kurzem in ihnen kaum etwas geändert. Heute ist vieles wieder anders. Verrottete Förderanlagen, Wasch- und Sortierräume, dunkle Stollen und Zechenhäuser sind vor allem an der Südwestküste renoviert und wieder in den Originalzustand versetzt worden. Auch Besichtigungen und Führungen werden dort geboten. Da kann der Weg der Bodenschätze verfolgt werden, vom Wasch- und Sortierraum bis zum Transport, Schwinghebel, Siebe, Trichter, Ein- und Ausladevorrichtungen der Förderwagen, Reinigungsphasen und Lagerung: die gesamte Verarbeitung wird anschaulich dargestellt. Durch die geheimnisvolle und faszinierende Welt der Baccu-Locci-Mine führt hingegen noch niemand.
 
Die alte Mine liegt nördlich von Muravera, nicht weit entfernt von den Ruinen des Castello di Quirra, verlassen am Ufer des Baccu-Locci-Flusses. An mehreren Stellen des Weges hat man wunderschöne Ausblicke auf die Natur. Die Atmosphäre zeugt von dem entbehrungsreichen Leben der Kumpel. Neben den Resten der Waschanlage, einem kleinen Damm und einigen Förderwägen ist der San-Riccardo-Stollen samt Zechenhaus zu sehen.

Da der Weg zur Grube und der Grubenwanderweg streckenweise unwegsam ist, sollte man mit dem Jeep anreisen und festes Schuhwerk mitbringen. 
 
Anfahrtsbeschreibung: Das Bergwerk ist über die SS 125 erreichbar. An der Brücke Corr’e Cerbu, in unmittelbarer Nähe zum Monte Castello di Quirra, am Km 82, geht eine Schotterpiste ins Inland ab, die am Flußbett entlangführt. Wenn man ihr folgt erreicht man nach etwa 10 Kilometern die alte Mine von Baccu Locci.
 
Tipp: Da der Weg zur Grube und der Grubenwanderweg streckenweise unwegsam ist, sollte man mit dem Jeep anreisen und festes Schuhwerk mitbringen. Auch Mountainbiker haben hier ihren Spaß!
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Andrea Behrmann
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