Heiliges Wasser - Brunnenheiligtum Sa Testa
Feine Architektur aus der Zeit am Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit 
Der heilige Ort ist 17,4 Meter lang und rund 3200 Jahre alt: Schäfer auf der Suche nach Wasser hatten in den 1930er-Jahren an der Straße nach Pittulongu den Brunnentempel Sa Testa aus der späten Bronze- bzw. frühen Eisenzeit entdeckt. 
 
Die heilige Stätte zur Verehrung von Wasser wird auf die Zeit von 1300 bis 800 v. Chr. datiert  Ihre Geschichte lüftete der italienische Archäologe Francesco Soldati Spatenstich für Spatenstich im Jahr 1938.
 
Zwischen sanften Hügeln und duftender Macchia-Vegetation kamen auf einem Terrain mit leichtem Gefälle ein kreisrunder Hof und eine trapezförmige Vorhalle aus behandelten Granit-, Trachyt- und Schieferblöcken zum Vorschein. Außerdem eine Treppe und ein Tholos, der die Quelle umfasst.
 
Denkbar ist, dass der 8,3 x 7,4 Meter große, gepflasterte Innenhof , der von einem unterirdisch geführten Wasserlauf durchquert wird, der Ort für die Rituale um das lebensspendende Element Wasser war.
 
Dahinter befand sich der trapezförmige, von einem Rinnstein durchzogene, gepflasterte Vorhof, an dessen Ende sich eine nach unten, zur Quelle führende Treppe mit 17 Stufen öffnet.
 
Die kreisrunde Brunnenkammer in der das Wasser aufgestaut wurde, hat einen Durchmesser von 1,2 Metern. Sie wurde von einem Rundbau bedeckt, von dem aber nur noch Granitblockschichten bis zu einer Höhe von 5,2 Metern erhalten sind. 
 
Als feste Bezugspunkte für die Chronologie des Brunnenheiligtums von Sa Testa, das voraussichtlich auch noch von den Römern genutzt wurde, zählen gefundenen Keramikscherben und Bronzegegenstände wie ein Armreif, ein Ring, eine Nadel und ein kleiner Dolch. Aus der phönizisch-punischen Zeit stammen Bruchstücke von Bechern, Tellern und Krügen. Die entdeckten archäologischen Funde sind heute im archäologischen Museum von Cagliari untergebracht und ausgestellt.  
 
Doch nicht nur bei den Inselbewohnern erhielt Sa Testa sakrale Würde. Durch die große geographische Distanz zu einer Nuraghensiedlungen und durch die Nähe zum weit in das Land eingeschnittenen Naturhafen von Olbia ist zu vermuten, dass der Brunnentempel auch Reisenden aus der Fremde als heiliger Ort für Reinigungsriten diente.
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Andrea Behrmann
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