Gigantengrab Is Concias
Tomba dei Giganti nur wenige Kilometer außerhalb von Cagliari
Wer auf dem Weg von Cagliari in die Berge der Sette Fratelli Zeit und Muße mitbringt, sollte an einem der wenigen Gigantengräber Südost-Sardiniens haltmachen: Die Kultstätte von Is Concias, nur wenige Kilometer fern der alten Bergstraße SS 125 gelegen.

In diesem fruchtbaren Tal zu Füßen der Sette Fratelli-Berge müssen einst Totenkulte eines nicht unbeträchtlichen Ausmaßes stattgefunden haben - auch wenn in dem im Allgemeinen Sprachgebrauch Tomba dei Giganti (dt. Gigantengrab) genannten Hünengrab von Is Concias wohl kein Riese bestattet wurde.
 
Wie viele Gigantengräber im Süden der Insel trägt diese Kultstätte auch den Beinamen Sa Dom'è S'Orcu, was möglicherweise Haus des Orcus bedeutet. Orcus war in der römischen Mythologie einer der Namen für den Gott der Unterwelt - vielleicht ein Hinweis auf die frühe Vermischung zwischen nuraghischem und römischem Totenkult.

Das Gigantengrab von Quartucciu, das 1962 ausgegraben und dokumentiert wurde, liegt heute zum Teil unter Macchia-Büschen und Steineichen verborgen. Gut zu sehen ist ein halbkreisförmiger Vorplatz (Esedra genannt) der von einer Mauer eingegrenzt wird.
 
Is Concias gehört zu den Gigantengräbern mit einer Fassade aus Steinreihen, wie sie im Süden üblich sind. Die Tombe dei Giganti im Norden der Insel haben hingegen meist eine Reihe von Stelen, die die Front des kultischen Massengrabs bilden. In der Steinmauer befindet sich der Eingang zum Gigantengrab - einem falschen Weg ins Jenseits oder ein Symbol für den Kontakt zum Reich der Toten?

Das Gigantengrab von Is Concias ist frei zugänglich und ab der Straße Ex SS125 gut ausgeschildert. Die enge Straße führt sieben Kilometer in das Tal, das Grab liegt auf der rechten Straßenseite.
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Timo Lutz
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