Nostra Signora di Tergu
Paradebeispiel romanischer Kirchenkunst auf Sardinien
Die Kirche von Tergu im romanischen Stil zählt zu den Prachtbauten romanischer Kirchenarchitektur auf Sardinien. Ursprünglich war die Kirche Teil eines Benediktinerklosters, von dem aber nur einige Grundmauern und die Klostermauer übrig geblieben ist, die heute als Tor zu Kirchengelände dient. 
An der schönen Fassade der der Gottesmutter geweihten Kirche scheint ein Teil zu fehlen: Tatsächlich ist der oberste Teil zusammengestürzt und nie wieder aufgebaut worden. Trotzdem ist die Fassade mit ihren Zickzack-Säulen und reich verzierten Arkaden sehenswert. Das Farbenspiel zwischen dem für die Region typischen Trachytgestein mit weißem Kalkstein lässt auf den Einfluss pisanischer Baumeister schließen. 
Das Gotteshaus wird zum ersten Mal im Jahre 1117 erwähnt, ist vermutlich aber noch älter. Im Mittelalter war das Kloster mehrmals in politische Konflikte verwickelt und wurde den Aufzeichnungen zufolge Ende des 15. Jahrhunderts aufgegeben. Der Ort Tergu liegt in einer fruchtbaren Tiefebene, ist vor allem von Landwirtschaft geprägt und mit seinen einfachen Bauernhäusern hingegen weitgehend schmucklos.
Die Kirche von Tergu ist Ziel der Pilgerprozession von Lunissanti, die am Montag vor Ostern in Castelsardo startet.
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Timo Lutz
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