Li Lolghi
Hünengrab mit falscher Tür ins Jenseits
Hier müssen Totenkulte eines nicht unbeträchtlichen Ausmaßes stattgefunden haben - auch wenn in dem im Allgemeinen Sprachgebrauch Tomba dei Giganti (dt. Gigantengrab) genannten Hünengrab von Li Lolghi (1800-1200 v. Chr.) wohl kein Riese bestattet wurde, sind die Ausmaße der Stätte beeindruckend. Ein halbkreisförmiger Vorplatz (Esedra genannt) wird von 14 in den Boden eingelassenen Steinplatten eingegrenzt, von denen die (zerbrochene, wieder mit Zement geflickte) Eingangsstele über 3,75 Meter hoch und 2,45 Meter breit ist. Auf der großen Steinplatte erkennt man nicht nur einen kleinen Eingang so groß wie ein Mauseloch, sondern ganz deutlich auch das rechteckige Relief einer Tür – einem falschen Weg ins Jenseits oder ein Symbol für den Kontakt zum Reich der Toten?

Hinter dem Steinkreis liegt jedenfalls die viel ältere Grabanlage (1800-1600 v. Chr.), eine rechteckige, gedeckten Grabgalerie mit Steinkisten und Decksteinen.
Archäologen haben kaum Zweifel, das die Ursarden, die hier die Gebeine der Hinterbliebenen ans Jenseits übergaben, Kontakte zum europäischen Kontinent hatten, denn dieser Grabtyp ähnelt verblüffend stark den Allée couverte Galeriengräbern Süd- und Ostfrankreichs.

Die Ausgrabungsstätte wird von der gemeindeeigenen Gesellschaft GeSeCo Arzachena Srl angeboten. Führungen gibt es das ganze Jahr über und auf Vorbestellung auch auf Deutsch. Eintritt 3,50 Euro (Sammeltickets für mehrere Monumente in Arzachena), geöffnet täglich von 9 bis eine Stunde vor Sonnenuntergang
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Timo Lutz
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