Torre di Longonsardo
Am Rande des wuchtigen Wachturms wurde das moderne Santa Teresa gegründet
Der unübersehbare, wuchtige Turm aus Granitstein wurde im Jahr 1577 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und von König Phillip II. von Spanien, der seinerzeit auch König von Sardinien war, erbaut. Von dem über elf Meter hohen, wuchtigen runden Turm mit einem Basisdurchmesser von stolzen 19 Metern sollte die Nordküste Sardiniens bewacht und mit Geschützen in Schach gehalten werden. Besonders der Fjord von Porto Longone, heute der Fähr- und Jachthafen von Santa Teresa, war idealer Umschlagplatz für Schmuggler, Piraten und Banditen, den es zu überwachen galt. Als Sardinien 1720 an das Haus Savoyen fiel, wurde die Wehranlage an der Nordspitze Sardiniens verstärkt und 1808 der Ort Santa Teresa gegründet.
1867 wurde der Turm schließlich als Verteidigungsanlage aufgegeben und lag lange Zeit brach. Heute kann man einige der alten Wehrräume besichtigen und von der Plattform auf dem Dach des Turms aus einen wunderbaren Rundumblick genießen: Im Süden Santa Teresa, im Osten die Bucht von Porto Longone, im Westen den Strand von Rena Bianca und das Capo Testa. Im Norden hat man bei guter Sicht hingegen die wuchtigen weißen Kalkfelsen von Bonifacio im Blick – die Nachtbarinsel Korsika ist hier nur 13 Kilometer entfernt.
Auf dem nördlichen Vorplatz des Turms liegt ein weiterer Aussichtspunkt, hoch über den hohen Klippen der Landzunge. Eine minimalistische, aber meterhohe Marienstatue Madonna del Mare (1999) der sardischen Künstlerin Maria Scanu blickt vom Fels aus auf das nahe Korsika.

Der Turm von Longonsardo kann von Montag bis Sonnabend, jeweils von 10 bis 12 und 18 bis 20 Uhr besichtigt werden. Eintritt 2 €
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Timo Lutz
Einen tollen Blick auf die bucht von Cala Spinosa hat man vom alten Leuchtturm aus
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