Barigadu und Oasi Assai
Naturschutzpark und Wald im Herzen von Sardinien
Der Wald von Barigadu zählt zu den am wenigsten von Menschenhand berührten Wäldern Sardiniens - und das, obwohl bis in die 1930-er Jahre das Unterholz zur Brennholzgewinnung abgebaut wurde.
 
Damals wurden lediglich die Stämme der schnell nachwachsenden Steineichen und die zum Korkabbau genutzten Korkeichen stehengelassen - Basis für den heutigen, dichten Eichenforst, der von der Forstverwaltung Ente Forestale geschützt wird.

Ein großer Teil des Waldes ist heute als Naturreservat "Oasi Assai" eingezäunt und wird weitgehend sich selbst überlassen.
 
Das sonnige, aber nicht zu trockene Klima, der fruchtbare Boden sowie die Höhenlage bestimmen die charakteristischen einheimischen Baumarten des Waldes, in dem neben Eichen eine schier unendliche Vielfalt von Macchia-Pflanzen vorkommen.

Im Naturpark sind verschiedene Wildarten, die in der freien Natur nur schwer zu beobachten sind, mit etwas Glück ganz nahe zu erleben. Besucher können auf verschiedenen Pfaden zu einem Wildschweingatter oder zum Freigehege der Hirsche spazieren. Der Cervo Sardo (sardischer Hirsch, Cervus Elaphus Corsicanus) galt auf Sardinien lange als ausgestorben: Obwohl seine Jagd seit 1939 offiziell verboten ist, bedrohten Wilderei und Waldbrände die Population auf der Insel derart, das erst die Auswilderung von Exemplaren von der Nachbarinsel Korsika den Hirsch wieder auf Sardinien heimisch machten.
 
Mit viel Geduld können aber auch andere im Naturpark lebende Wildtiere beobachtet werden, die hier Lebensraum finden: Fuchs, Marder, Wildkatze, Igel, Wiesel, sardischer Hase (Lepus Capensis Mediterraneus), Wildkaninchen, Steinadler und zahlreiche andere Vogelarten. 
 
Der Wald von Barigadu und das Naturreservat Assai liegen zwischen den Gemeinden von Neoneli, Nughedu Santa Vittoria und Austis.
 
Der Parco Forestale ist ab der Provinzsstraße SP 15 zwischen Nughedu und Austis ausgeschildert, ein Feldweg führt bis zur Forstverwaltung, die auch mit einem kleinen Flora- und Faunamuseum lockt (Museo naturalistico dell'Oasi di Assai, Tel.: +39 0783 34341, unregelmäßige Öffnungszeiten).
 
Von hier starten auch drei Wanderwege in die Forste der Umgebung, die die Forstverwaltung in einem kleinen Wanderführer zusammengestellt hat (Auflage 2009).
2
SUCHEN
 
Andrea Behrmann
Tamuli
Tamuli
Nuraghendorf und mysteriöse Kultsteine bei Macomer
Nuraghen Aiga: Unscheinbarer Rundturm bei Abbasanta
Nuraghe Aiga
Mittsommer- und Wintersonnenwende im unscheinbaren Rundturm bei Abbasanta
Die Räume des Maskenmuseums in mamoiada zeigen nicht nur Karnevalsmasken aus der Barbagia
Museo delle Maschere Mediterranee
Maskenmuseum in Mamoiada
Museo della Cultura Pastorale: Bauernmuseum in Fonni
Museo della Cultura Pastorale
Bauernmuseum in Fonni
Parco Mui Muscas - Spaziergang durch den Eselspark
Parco Mui Muscas
Spaziergang durch den Eselspark