Su Stampu de su Turrunu
50 Stufen zum Wasserfall
Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen
Natürlich kann man zur Grotta de is Janas bei Sadali fahren, um die Höhle anzuschauen. Aber auch ganz ohne Höhle ist das Gebiet besonders schön. Oben an der Biglietteria stehen unter dichten Bäumen auf schattigen Terrassen große massive Holztische. Hier kann man wunderbar picknicken und Zeit vertrödeln – vor oder nach einer eindrucksvollen Wanderung. Auf einem schmalen Pfad geht es am Bach entlang und über viele Steinstufen hinunter zum Wasserfall Su Stampu de su Turrunu. Immer knapp über dem Bachufer kommen wir schließlich in eines der stillen Täler zwischen den steil aufragenden Felswänden der Tafelberge. Mit etwas Glück begegnet man unterwegs Ziegen, und mit noch mehr Glück kann man hier Adler sehen. Ein Badebecken, das der Bach unterhalb eines Wasserfalles in den Fels gegraben hat, ist das Ziel der Tour.

Anfahrt: Das Wandergebiet um die Grotta de is Janas liegt im Herzen der Barbagia von Seulo im Landesinneren. Man erreicht es von der Ostküste von Arbatax auf der SS198 Richtung Lanusei, dann über Seui nach Sadali. Kurz vor Sadali geht es rechts Richtung Seúlo. Die Grotta de is Janas ist hier schon ausgeschildert. Vom großen Parkplatz bei GPS N 39°50‘42“, E 9°15‘58“ läuft man vorbei an der Pizzeria zur Biglietteria der Höhle.
 
Anforderungen und Charakter: Markierte Pfade mit vielen Felsstufen, teilweise recht steil. Schuhe mit guten Profil notwendig.
Highlights: Wasserfall und große Bade­gumpe, tolle Berglandschaft, Tiere beobachten (Ferngals mitnehmen!), Besuch der Tropfsteinhöhle
In der Nähe: Grotta de is Janas. Die Tropfsteinhöhle kann mit Führung besichtigt werden. Geöffnet April bis Oktober 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Eintritt ca. € 6.-
Unterkunft: Zeltplätze unterhalb des Restaurants am Wasserfall oder das Hotel Janas Village an der Zufahrt.

Diese Tour stammt aus dem Familienwanderführer »Sardinien mit Kindern« von Stefanie Holtkamp, erschienen im Naturzeit Reiseverlag.

Gehzeit: 2h 15min, 185 Höhenmeter
Mit Kindern ab 6 Jahren

Wanderung: Von der Biglietteria führen zwei Wege zum Wasserfall, der überall mit Su Stampu e su Turrunu ausgeschildert ist. Wählt man den breiten Weg rechts an der Bigletteria vorbei, läuft man auf einem Forstweg in einem großen Bogen bergab. Der schmalere Pfad, der zwischen den Picknicktischen in Richtung Höhle verläuft, ist zwar entschieden steiler, aber sehr viel schöner. Kurz vor dem Bach treffen sie sich wieder: An einem kleinen Platz mit einer genauso kleinen Höhle stoßen Fahrweg und Waldpfad zusammen. Es geht dann ein paar Stufen hinunter, über eine Brücke und über dem Bach entlang. Hinein in ein typisches Tal zwischen den Tafelbergen. Viele Stufen führen hinunter zum sprudelnden Wasserfall. Ob es wirklich 50 sind? Ist man im Hochsommer unter­wegs, tropft das Wasser meist eher spärlich aus dem Fels, was aber der Schönheit der Umgebung keinen Abbruch tut. Der Weg führt über eine Brücke und im Schatten der Bäume weiter über dem Bach entlang. An einigen Stellen kann man einfach hinunter zum Wasser klettern. Nach weiteren 10 min kommen wir an einen sehr schattigen Rastplatz mit Hütte und großem Steintisch. Von der unterhalb liegenden Terrasse folgen wir dem Wegweiser zur Piscina de Licona, so heißt das Badebecken, an dem diese Wanderung endet. Wir laufen hinunter, durch eine Kehre und über den Bach. Kurz nach der Brücke steht eine einfache, alte Steinhütte mit einem typischen Dach aus Zweigen direkt am Weg. Der führt uns eben durch den Wald bis zu einer Gabelung. Wir laufen links hinunter, kommen auf eine Wiese und klettern über die Reste einer niedrigen Steinmauer. Hier schauen wir in ein weites, stilles Tal, umgeben von steil aufragenden Felswänden, die abrupt enden und oben eine Hochebene bilden. Die Landschaft wirkt hier ein bisschen wie die Kulisse für einen Western und tatsächlich soll es hier auch Adler geben. Wir laufen noch ein Stück in den enger werdenden Einschnitt hinein und klettern dann hinunter zum Becken unter dem Wasserfall. Von hier geht es in einer guten Stunde auf dem gleichen Weg zurück zum Picknickplatz an der Höhle.
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Alle Texte u. Bilder: Stefanie Holtkamp - Naturzeit Reiseverlag
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