Auf Sardinien kann man
auch Nostalgiefahrten mit der Schmalspurbahn, dem "Trenino
Verde" erleben. Betrieben wird die Schmalspurbahn von der
"Ferrovia della Sardegna" (FdS). Während der Saison,
an bestimmten Tagen im Frühling und zu besonderen Anlässen
bieten die Betreiber auf den "Linee Turistiche" beispielsweise
Mandas-Arbatax,
Isili-Sorgono,
(Nuoro-)
Macomer-Bosa Marina, (Alghero-)
Sassari-Tempio (-Palau) Fahrten für Individualreisende an.
Heute werden die Strecken auf Grund
von Funkenflug und Brandgefahr leider nicht mehr mit der historischen
Dampflok befahren.
Trenino
verde - Die grüne Bahn
Stazione centrale - Hauptbahnhof
Partenza - Abfahrt
Arrivo - Ankunft
Binario - Bahnsteig
Informationen über
die historische Schmalspurbahn gibt es
im Bahnhofsmuseum der Arst Gestione FdS srl in Monserrato, Via Pompeo,
Tel +39/070/580246
Staatliche
Bahngesellschaft FS
Informationen zu Fahrplänen und Online-Buchung
http://www.trenitalia.com
Sardische
Schmalspurbahngesellschaft Arst Gestione FdS srl
Informationen zu Fahrplänen und Events rund um das Thema "Trenino
verde"
http://www.ferroviesardegna.it
http://www.treninoverde.com
E-Mail: treninov@tin.it |
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Sardinien verfügt über ein ausgedehntes Eisenbahnnetz, das den
Norden der Insel von Palau mit dem Westen, dem Osten und dem Süden
verbindet. Wichtigster Knotenpunkt Sardiniens ist "Ozieri-Chilivani",
ein verlassener kleiner Bahnhof im Norden der Insel.
Mit den Zügen von "Trenitalia" (FS), kommt
man fast überall hin. Nur zeichnet sich die staatliche Bahngesellschaft
nicht gerade durch Schnelligkeit aus: Die Fahrt von Cagliari
nach Porto Torres dauert beispielsweise fast vier Stunden. Nervenkitzel
im Überfluss gibt es hingegen, wenn die Arbeitnehmerorganisationen
zum Streik aufrufen und der gesamte Bahnverkehr lahm gelegt
wird.

Ein historischer Schmalspurzug mit Dampflokomotive und Bauchiero-Waggons
bei der Einfahrt in Lanusei
Die
vor wenigen Jahren noch recht spärlichen Direktverbindungen
von Cagliari in den Norden der Insel sind mittlerweile aufgestockt
worden. So muss man, um von Cagliari in die Hafenstadt Porto Torres
zu gelangen, nicht immer in Ozieri-Chilivani, Oristano oder Sassari
umsteigen; es gibt täglich zwei Direktverbindungen. Von Cagliari
kommt man täglich gleich drei mal ohne umzusteigen nach Sassari.
Allein die wichtigsten Wirtschaftszentren der Insel, Cagliari
und Olbia,
sind täglich mit nur einer Direktverbindung zu erreichen.
Alle anderen Verbindungen fahren über Ozieri-Chilivani, wo
umgestiegen werden muss.
Ausgebaut wurde der Fahrplan im wesentlichen für den Pendlerverkehr
im Ballungszentrum von Cagliari.
FS-Fahrscheine müssen vor Antritt der Reise an der Kasse oder
am Automaten gelöst werden.
Den Reisenden auf Sardinien bleibt aber auch die Alternative,
auf die Verbindungen der Überland-Buslinien
umzusteigen.
Für Eisenbahnfreunde sei bemerkt, dass das Netz auch über
eine Schmalspurversion verfügt. Ein besonderes Bonbon
sind die Dampfzuglokomotiven vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts,
sowie rollendes Material aus der Gründerzeit. Betrieben wird
die Schmalspurbahn
seit 2008 von der regionalen Verkehrsgesellschaft Arst Gestione
FdS srl. Während der Saison, an bestimmten Tagen im Frühling
oder im Herbst und zu bestimmten Anlässen bietet der Betreiber
auf gewissen Strecken, den sogenannten "Linee Turistiche",
Fahrten für Individualreisende an. Auch Sonderfahrten
sind möglich.
Die Strecken führen durch das Inland und winden sich durch
wildes, unberührtes Land, das man sonst nur schwerlich zu sehen
bekommt. Dass die Strecken so kurvenreich sind, hat übrigens
seinen Grund: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Bauunternehmen
nach Kilometern bezahlt! Der Bummelzug hält auch auf der Strecke,
um den Reisenden die Gelegenheit zu geben sehenswertes zu besichtigen:
Unberührte Grotten, spektakuläre Wasserfälle und
geheimnisvolle Nuraghensiedlungen.
Das Eisenbahnmuseum
der Arst Gestione FdS zeigt in Monserrato (bei Cagliari) eine
kleine Ausstellung über die Entstehung und Geschichte der sardischen
Schmalspurbahn.
Letzte Änderung: 16.12.2008
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