Santa Maria Navarrese
Goldener Sand, grüne Olivenbäume und eine spanische Königstochter
Das knapp 1400 Einwohner zählende Küstenstädtchen Santa Maria Navarrese ist ein Ortsteil von Baunei und liegt in malerisch schöner Lage am Schnittpunkt zwischen der intakten Steilküste des Golfo di Orosei und den endlos langen, hellen Sandstränden der Ogliastra. Es liegt nur wenige Fahrminuten von Arbatax und Tortolì entfernt und zählt zu den beliebtesten Badezielen in der Ogliastra. 
Im Sommer und Herbst blühen hier Feigen- und Olivenbäume sowie der immergrüne Karubenbaum. Die herrliche, goldene Spiaggia di Santa Maria Navarrese liegt windgeschützt in einer kleinen Bucht mit Blick auf den Hafen von Arbatax und seine roten Porphyrklippen. Im Hintergrund lockt der Badestrand in verträumter Kulisse mit einer wunderschönen, von Pinien-, Olivenbäumen und Oleanderbüschen gesäumten Strandpromenade. 
Im Norden wird die Bucht von einem alten Sarazenenturm aus dem 17. Jahrhundert und dem kleinen Jachthafen des Städtchens begrenzt. Nur wenige Hundert Meter südlich der Mole ragt eine kleine Felsinsel aus dem tiefblauen Meer. Das winzige Eiland aus rotem Porphyrgestein war vor mehr als hundert Jahren einer der wenigen sicheren Ankerplätze an der Ogliastra-Küste, bis 1903 der Hafen von Arbatax gebaut wurde. Isolotto d'Ogliastra nennen die Sarden den kargen Felsen auf dem nur noch ein altes Fischerhaus, ein Landungssteg und ein Altar das einst so geschäftigen Treiben bezeugen. 
Einer Legende nach geht die Gründung des beschaulichen Santa Maria Navarrese auf eine spanische Königstochter zurück, die im Jahr 1052 vor der Ogliastra-Küste Schiffbruch erlitt. Die Tochter des Königs Garcia Sanchez V. von Navarra war auf ihrer Reise über das Thyrrenische Meer in schweren Sturm und hohen Seegang geraten und strandete in der Bucht von Santa Maria Navarrese. Als Dankeszeichen für ihre Rettung ließ die Prinzessin aus dem Königreich im westlichen Pyrenäenraum hier eine Kirche erbauen, die sie der Gottesmutter weihte. 
Bei einem Aufenthalt in Santa Maria Navarrese bietet sich deshalb der Besuch der kleinen, antiken, weiß gekalkten Kirche auf dem zentralem Dorfplatz an. Die schlichte Pfarrkirche aus dem 11. Jahrhundert wurde 1960 restauriert und liegt in einer schönen, schattenspendenden Parkanlage mit jahrhundertealten, prächtigen Olivenbäumen. Ein Muss im Jachthafen: Ein Tagesausflug per Boot im Golf von Orosei. Wer mehr Zeit mitbringt, sollte eine Wanderung zur Cala Goloritzè, zur Cala Sisine und einen Ausflug zur Pedra Longa einplanen.
In den lauen Sommernächten gibt sich Santa Maria Navvarrese erstaunlich quirlig: Rund um den Hauptplatz und den Hafen öffnen Restaurants, Bars, Stände, Verkaufsbuden und Clubs. 
Südlich der Bucht von Santa Maria Navarrese schließt sich der Tancau an: Ein kilometerlanges helles Sandband mit schattigem Pinienwald.
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