Sette Fratelli und Minniminni
Die Berge der sieben Brüder sind das Reich der sardischen Hirsche
Das gebirgige Innere des Sarrabus, dem Südosten der Insel, ist auch heute noch eine verwunschene Gebirgswelt. Fast 10.000 Hektar dichter Macchiawald aus Steineichen, Erdbeerbäumen Laubwald, Heidekraut, Korkeichen und Mastixsträuchern ziehen sich über die Täler, Berge und Hügel von Monte Cresia, Monte Gennis und den Forst von  Minniminni, der bei Castiadas bis fast ans Meer reicht.
Wer der wilden Berggegend nur einen kurzen Besuch abstatten will, dem sei eine Panoramafahrt durch die wilde Schlucht von Campu Omu empfohlen, durch die sich die ehemalige Staatsstraße SS125 schlängelt – kaum vorstellbar, dass diese enge, kurvige Straße bis vor wenigen Jahren noch die schnellste Verbindung von Cagliari in Richtung Muravera und Costa Rei war.
 
Wer etwas mehr Zeit hat, sollte wandern und biken in den Monte Sette Fratelli: Ein dichtes Netz an Wanderwegen und Trails führt vom Forstamt Corpo Forestale Caserma U. Noci in das Tal des Riu Maldopis und auf die steilen Hänge der Monte Sette Fratelli (dt. Berge der sieben Brüder) – die sieben Bergspitzen, die schon weit aus der Ferne von Cagliari bis Costa Rei sichtbar sind, ragen an ihrem höchsten Punkt Punta Ceraxa stolze 1016 Meter in die Höhe und die zackigen Bergkronen aus Granit sind in den Wintermonaten nicht selten verschneit.
Viele Jahre hat es gedauert, bis man dieses riesige Gebiet unter Naturschutz gestellt hat. Früher packte die Schäfer und Holzhändler die Lust auf mehr Ware und neue Weideflächen. Dann wurden die Bäume einfach abgebrannt oder abgeholzt. Heute hat man sich, aus Sorge um die Zukunft der Wälder, der seltenen Tier- und Pflanzenarten die hier leben, der Natur genähert und den Parco dei Sette Fratelli geschaffen. Viele Forstwege, die ehemaligen Köhlerwege sentieri dei carbonai, kann man hier gehen, sie sind erstaunlich gut ausgeschildert. Man tritt mit seinen Wanderschuhen auf dieselben Wege, über die schon Schäfer und Händler mit ihren voll gepackten Maultieren gegangen sind. Nicht immer findet sich der sardische Hirsch zur verabredeten Zeit ein. Doch mit etwas Glück können Wanderer und Spaziergänger ihn beobachten. Aber auch Adler, Marder und Unmengen an Wildschweinen tummeln sich in dem dichten Unterholz aus Afodyll, Oleander, Thymian, Rosmarin, Ginster und Schwarzdorn.
Auch der große Forst von Minniminni gehört zu dem größten Naturschutzgebiet im Südosten der Insel. Hinter Castiadas liegen die verschlungenen Wald- und Wanderwege, die durch die kleine Bergwelt des Monte Minniminni führen. Die Spitze liegt bei 725 Metern. Überall, auch hier, hat die Natur am Hang ihre prachtvollen Steineichen, Erdbeer- und Mastixbäume gestellt, umringt von duftendem Macchiagesträuch. 
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Timo Lutz
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