Costa Rei
Traumstrand lockt am Ferienparadies der Costa Rei
Eingerahmt von einer einsamen Berglandschaft und verwunschenen Wäldern erstreckt sich ein fast acht Kilometer langer weißer feiner Sandstrand zwischen dem Granitfelsen von Scoglio di Peppino bis zu der Landzunge von Porto Pirastu und Capo Ferrato - nur hier und da unterbrochen von einigen kleinen Felsen, und eingerahmt von Dünen, Salinen und Ferienhäusern, deren Gärten bis zum Meer reichen. Davor nichts als die Weite des Thyrrenischen Meeres. Dieser Strand ist ein echtes Schmuckstück, das bis auf die Monate der Hochsaison fast menschenleer an der Südostküste Sardiniens schlummert.
 
Wer in Costa Rei Urlaub macht, der will einen kinderfreundlichen Sandstrand vor der Haustür haben. Restaurants und Bars, wenige kleine Supermärkte findet man fast immer in Laufnähe, auch wenn zahlreiche Geschäfte nur zur Saison von Mitte Juni bis Anfang Oktober öffnen. An lauen Sommerabenden kann man sich im Ortsteil Sa Murta, zwischen der Via Ichnusa und der Via Colombo, auf einem kleinen Jahrmarkt, mehreren Piazzette und einem Nightmarket die Beine vertreten.
Etwas ruhiger geht es im mittleren Teil der Costa Rei zu. Der Monte Nai und Turagri gennannte Ortsteil ist von zahllosen, einstöckigen Ferienhäusern und Gärten geprägt. In der Lokalität Rei Marina findet hingegen zur Saison ein kleiner Markt statt und auf der kleinen Piazza Rei Marina öffnen Bars und ein Supermarkt. Wer an einen einsamen Strandabschnitt sucht, der ist im nördlichen Teil der Küste, dem Strand von Piscina Rei, richtig. Mehrere Stichstraßen führen ans Meer und nur ein paar Hotels und Campingplätze bauen hier und da ihre Sonnenschirme am Strand auf. Wie wäre es mit einem Spaziergang auf das Felskap von Capo Ferrato - hier hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Küste und die Lagunenseen von Piscina Rei.
 
Die Costa Rei war eine der ersten Feriensiedlungen Sardiniens. Die Planungen  dazu begannen bereits in den frühen 1960-er Jahren zur selben Zeit, als Aga Khan die berühmte Costa Smeralda aus der Taufe hob. Die Glücksritter, die sich in den 1960-er Jahren an der Costa Rei versuchten, kamen aus Belgien. Damals war der Küstenabschnitt südlich von Muravera noch Niemandsland und der Zugang zum Meer von dichter Macchia und weiten Lagunenseen versperrt. Anders als die Investementfonds, die mit großen Geldsummen und detaillierten Bebauungsplänen die Costa Smeralda aus dem Boden stampften, sollte Schritt für Schritt an der Costa Rei investiert werden. Doch nach etwa zehn Jahren waren die belgischen Geldgeber Pleite. Nach ihnen kamen andere - und der ewige Drang nach Reichtum ließ den planlosen Bau von Ferienhäuser und Wohnungen zu. Die Luxusvillen, die Feriendörfer, die Urlaubswohnungen, die Discos, Bars, Restaurants und Supermärkte aus den 1970-er und 1980-er Jahren sind keine architektonischen Meisterwerke, doch seit einigen Jahren hat man begonnen, mit neuen und strengeren Normen den Bau weiterer Ferienhäuser und den Aufbau der innerörtlichen Infrastruktur zu regulieren und auch an die Baukultur zu denken. So wird die Costa Rei zur Saison zum Ort der Lebenslust, in dem zur Hochsaison von Juli bis August noch die letzte Hütte teuer vermietet wird. Doch schon im September haben die meisten Touristen den Ort verlassen – und wenn der Winter kommt, trifft man hier ganz sicher kaum eine Menschenseele. 
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Timo Lutz
Der Strand von Costa Rei ist ein echtes Schmuckstück, das bis auf die Monate der Hochsaison fast menschenleer an der Südostküste Sardiniens schlummert
Monte Nai & Sa Murta
Glasklares Wasser, goldgelber Sand und Beach Bars direkt am Meer