Hotel, Agriturismo, B&B, Campingplatz ...
Was unterscheidet die verschiedenen Beherbergungsbetriebe der Insel?
In den 1950-er Jahren waren Alghero im Nordwesten und Cagliari im Süden die einzigen touristischen Anlaufpunkte Sardiniens. In den 1960-er Jahren erschuf eine internationale Investmentgruppe um den Ismaeliten-Prinzen Karim Aga Khan an der Costa Smeralda im Nordosten der Insel mit mondänen Yachthäfen und Edelhotels einen Ort für Exklusivität und Luxus. In den darauffolgenden Jahrzehnten entstanden in dieser Gegend zahlreiche komfortable Hotelanlagen und kleinere Hotels. Heute gibt es inselweit ein breites Angebot an Resorts, Gästehäusern, Agriturismi, Bed-and-Breakfast-Unterkünften, Ferienhausanlagen, Campingplätzen und anderen Beherbergungsbetrieben. 
 
Die späte Entwicklung der Tourismusindustrie hat auf Sardinien dazu geführt, dass keine Bettenburgen gebaut wurden und kein Massentourismus auf der Insel Einzug gehalten hat. Deshalb ist Sardinien jedoch, vor allem im Vergleich zu anderen Mittelmeerinseln wie Mallorca, Ibiza oder Kreta, auch heute noch eine exklusive und vergleichsweise teure Urlaubsinsel. Das Gros der Sardinien-Touristen kommt aus dem Festland-Italien, an nächster Stelle liegen Urlauber aus deutschsprachigen Ländern, Frankreich und Spanien.
Hotels
Vom einfachen Landhotel bis zur exklusiven Luxusherberge direkt am Strand gibt es auf Sardinien zahlreiche Hotels in unterschiedlichen Kategorien. Entsprechend der regionalen Klassifikationsnorm von 1984 werden die Hotelbetriebe in fünf Kategorien eingeteilt: Ein bis fünf Sterne, die nach einer bestimmten Anzahl an Mindestkriterien, wie beispielsweise eine 24 Stunden besetzte Rezeption, mehrsprachige Mitarbeiter, die Zimmergröße, das Vorhandensein einer Lobby mit Sitzgelegenheiten, eines Restaurants sowie Safes, Minibars und Körperpflegeartikel auf den Zimmern, vergeben werden. Wenn die Leistungen des Hotels über dem Geforderten liegen, kann ein Hotel von der Regionalregierung zudem das Zusatzprädikat „lusso“ in seiner Klasse erhalten.
 
Trotz des großen Angebots sollte man vor allem in der Hauptsaison (Juli, August) rechtzeitig reservieren, da viele Häuser schon Monate im Voraus ausgebucht sind. Weil die Sommermonate so gefragt sind, können die Preisunterschiede zwischen Haupt- und Nebensaison beträchtlich sein.
 
Beim Buchen ist zu beachten, dass das im Übernachtungspreis enthaltene Frühstück nicht immer mitteleuropäischen Standards gerecht wird. Das italienische Frühstück ist im Vergleich dazu eher bescheiden. Oftmals gibt es nur Zwieback und abgepackte Croissants an Stelle von frischem Brot. Herzhaftes wie Aufschnitt, Käse und Eierspeisen werden morgens nicht häufig serviert, es sei denn, man vereinbart gegen einen Aufpreis ein „erweitertes Frühstück“. In manchen Hotels kann man zudem nur Halb- und Vollpension buchen. 
 
Neben kleinen und großen Hotels erfreuen sich insbesondere in den Urlaubsgebieten Clubhotels wachsender Beliebtheit. Sie unterscheiden sich durch das Rahmenprogramm, denn sie bieten ein umfangreiches Sport-, Freizeit-, Wellness- und Animationsangebot.
 
Weniger bekannt sind die meist persönlich geführten Alberghi Diffusi. Die kleinen Hotels sind in restaurierten Gebäuden von architektonischem und historischem Wert untergebracht. Sie sind über ein Haupthaus mit Rezeption und Dienstleistungen sowie mehrere Nebengebäude verteilt, die höchstens 200 m vom Haupthaus entfernt liegen. Alle haben modern ausgestattete Gästezimmer in historischem Ambiente und manche Häuser bieten außerdem die Möglichkeit, Zimmer als Apartments mit Küchenzeile und Selbstversorgung zu buchen.
 
 
Bed and Breakfast & Agriturismo
Das Bed and Breakfast kommt der im deutschsprachigen Raum als Privatzimmer angebotenen Unterkunft am nächsten. Die einfachen bis luxuriösen B&Bs verteilen sich über die ganze Insel, haben meist nur drei Zimmer (eine Privatpension mit mehr als drei Zimmern firmiert im italienischsprachigen Raum hingegen unter dem Begriff Affittacamere) und bieten neben dem Bett auch ein Frühstück. Diese Unterkünfte bieten eine familiäre Atmosphäre und eine gute Möglichkeit, mit den Sarden näher in Kontakt zu kommen. Sie können in einer renovierten Stadtwohnung oder in einem ländlichen Anwesen untergebracht sein. Einige bieten kein eigenes Bad, sondern die Benutzung eines Gemeinschaftsbades. 
 
Das italienische Frühstück ist im Vergleich zu den mitteleuropäischen Standards eher bescheiden. Oftmals gibt es nur Kaffee, Tee, Milch und Marmelade sowie Zwieback und abgepackte Kekse oder Croissants an Stelle von frischem Brot. 
 
Agriturismo ist die italienische Bezeichnung für landwirtschaftlicher Betrieb mit Restaurantbetrieb und häufig auch Fremdenzimmern. Dabei kann es sich um einen Weinbauern mit kleinem Weinberg bis zu einem großen aktiven Bauernhof mit mehreren Tieren handeln. Die Höfe bieten normalerweise einfache, gepflegte Gästezimmer, eine landestypische Küche, meist Haus- und Hoftiere sowie eine familiäre Atmosphäre. Einige sind recht preiswert, andere mit Halbpension und Komfort liegen eher am oberen Ende der Preisskala. In einem Agriturismo kommen Lebensmittel wie Käse, Schinken, Wein, Schnaps, Marmelade und Honig oft aus hofeigener Produktion. Häufig kommen landestypische Gerichte wie selbstgemachte Ravioli oder Pasta, Spanferkel auf den Tisch. Die meisten Bauernhöfe befinden sich nicht in Küstennähe, sondern im Inselinnern
 
 
Private Ferienhäuser und Ferienhausanlagen
Eine Alternative zum Hotel sind Ferienhäuser und Ferienwohnungen in denen man den Urlaubsalltag nach den eigenen Bedürfnissen gestalten kann und viel Platz für die gesamte Familie oder Kleingruppen hat. Die Häuschen, Villen oder FeWos liegen in Küstennähe oder in touristisch besonders interessanten Gebieten. Zu den meisten Ferienhäusern gehört ein Garten oder eine Terrasse, auf der man die Abende in gemütlicher Atmosphäre verbringen kann. In einigen Ferienhäusern und -wohnungen lässt sich zudem Ruhe und Privatsphäre am eigenen Pool genießen. 
 
Auf Sardinien gibt es viele Privatanbieter, die ihre Ferienhäuser und Ferienwohnungen vermieten. Aber auch Ferienhaus- und Appartementanlagen offerieren diese Option. Die familienfreundlichen Residence-Anlagen verfügen über mehrere Wohneinheiten unterschiedlicher Kategorien, ein Hauptgebäude mit Rezeption und in den meisten Fällen auch über einen Pool, Bar und Freizeitbereich. Die Häuschen und Wohnungen haben meist Terrasse oder Balkon, Küchenzeile, erste Bettwäsche und Handtücher, vielfach SAT-TV, WLAN und Klimaanlage. 
 
Beim Buchen eines Ferienhauses bzw. eines Apartments ist zu beachten, dass Bettwäsche und Handtücher bei Privatanbietern und in einigen Appartementanlagen mitgebracht werden müssen. In einigen Fällen kann man einen Aufpreis dafür zahlen, dass der Vermieter die Betttücher, Bezüge und Handtücher stellt. In diesem Fall lohnt es sich zu kalkulieren. Wichtig: In den meisten Ferienhäusern und Ferienwohnungen gibt es kein Begrüßungspaket mit Spülmittel, Schwamm, Spülbürste, Putzlappen, Reinigungsmittel, Küchenrolle und Toilettenpapier. 
 
 
Campingplätze und Mobilheime 
Noch vor dreißig Jahren wurde auf der Insel vorwiegend wild gezeltet. Heute ist das verboten. Sowohl zur Saison als auch in der Nebensaison wird das besonders an den Stränden auch von der Küstenwache und dem Forstamt, der Guardia Forestale, überwacht. Wird man beim Wildcampen erwischt, muss man mit empfindlichen Strafen rechnen. Ähnliches gilt auch für Wohnmobile: Übernachten auf nicht behördlich genehmigten Stellplätzen (area di sosta) ist nicht erlaubt, gilt als illegales Campen und wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. 
 
Die meisten Campingplätze auf Sardinien liegen in Küstennähe oder direkt am Meer. Sie locken mit traumhaften Stränden und einer atemberaubenden Umgebung. Viele Campeggi wurden in den letzten Jahren renoviert und bieten nicht nur Stell- und Zeltplätze, sondern auch einfache Bungalows und Mobilheime. Auf manchen Campingplätzen gibt es ganze komfortable Ferienanlagen mit Apartments, Pool, Kinderbetreuung, Aktivitäten und Ausflugsprogramm.
 
Fast alle Zeltplätze sind von Mai bis Oktober geöffnet. Wer früh bucht, kann auch für August noch einen Zeltplatz ergattern, denn wenn um den 15. August ganz Italien Urlaub macht, arbeiten die Campingplätze an ihrer Kapazitätsgrenze. Schlangestehen an den Waschräumen und Warten auf ein Spülbecken sind dann eher die Regel als die Ausnahme. Auch wenn sich die Campingplätze der Insel in Service und Komfort sehr unterscheiden - ein kleiner Supermarkt, der mit dem Nötigsten versorgt, ist fast immer dabei. Hier findet man fast überall Lebensmittel, Wasser, Wein der Region, Mückenspray, Adaptersteckdosen, Gaskartuschen und Ersatzluftmatratzen. In der Regel sind die Stellplätze für Zelte, Wohnmobile und Wohnwagen in einem Pinienhain oder einem Eukalyptuswäldchen angelegt. Manche Plätze haben die Piazzole sogar in alten Steineichenwäldern angelegt oder mit blühenden Oleanderbüschen abgegrenzt. 
 
Die Preise auf den sardischen Campingplätzen sind sehr unterschiedlich und jeder Campingplatz hat seine eigene Methode der Preisberechnung. Meist fällt eine Gebühr für den Stellplatz und eine Übernachtungsgebühr pro Person an, nicht immer sind Warmwasserduschen und Strom schon im Preis enthalten. In der exklusiven Costa Smeralda kann ein Zeltstellplatz schon mal 35 Euro pro Nacht kosten. Dazu wird noch eine Übernachtungsgebühr pro Person berechnet, die zwischen 11 und 25 Euro liegt. Auf den anderen Campingplätzen der Insel liegen die Preise etwas niedriger: Hier werden für einen Zeltstellplatz für eine Nacht durchschnittlich acht bis 16 Euro berechnet, zuzüglich einer Gebühr von etwa sieben bis 15 Euro pro Person. Es gibt aber auch Campingplätze die nur den reinen Stellplatz berechnen.
 
 
Die beschriebenen Unterkunftsarten sind Repräsentanten der jeweiligen Kategorie. Es kann natürlich auch Abweichungen vom Standard geben.
 
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