Sant'Antonio Abate in Orosei
Riesiges Antoniusfeuer zwischen den alten Palazzi der Altstadt
Kaum sind Feste zwischen den Jahren vorbei, bekommen die Sarden Mitte Januar schon wieder Lust auf Feiern.
 
Wenn die Januarsonne noch ein kühles hellgelbes Licht über die Insel schickt, wird am Abend des 16. Januar in Orosei ein riesiges Reißigfeuer entzündet.
 
Tage vorher schon werden Unmengen an Oliven- und Mastixbaum-Zweigen auf dem Innenhof des alten Spitals Ospedale medievale di Sant’Antonio aufgehäuft und am 16.1. nach einem Gottesdienst in der Kirche von Sant'Antonio Abate und einer anschließenden, kurzen Prozession entzündet. 

Der Heilige Antonius ist der Schutzheilige der Feuermacher, Bauern und der Haustiere. Mit den Antoniusfeuern, die in vielen Dörfern Sardiniens mit von Dorf zu Dorf verschiedenen Traditionen entzündet werden, soll der Heilige gebeten werden, Krankheit von Mensch und Vieh fernzuhalten. Im Zentrum des riesigen Flammenhaufens von Orosei thornt ein mit Orangen geschmückter Holzkranz, der in den Flammen untergeht. Je nach Legende sollen die Früchte die Fruchtbarkeit symbolisieren oder für die Krankheit stehen, die im Feuer schmoren soll. 
 
In Orosei ist das Antoniusfeuer zwischen den alten Palazzi, Höfen und prächtigen Herrenhäusern der Altstadt besonders beeindruckend. In der Nacht ist das ganze Dorf auf den Beinen um das Feuer zu bestaunen, anschließend werden geweihte Süßigkeiten an die Pilger verteilt.
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