Kurvenstrecke Orientale Sarda - Supramonte
Die Staatsstraße SS 125 von Baunei nach Dorgali ist bei Bikern legendär
Die endlose Kurvenstrecke "Orientale Sarda" von Dorgali nach Baunei oder umgekehrt, gehört zu den schönsten Bergstrecken Sardiniens.
 
Nicht nur Autofahrer, sondern vor allem Biker und Rennradler toben sich hier gerne aus: Endlos viele Haarnadelkurven, Panoramastrecken mit super Grip und gutem Asphalt, dazu eine einmalige Berglandschaft, die hinter jeder Wendung ein neues Panorama zu bieten hat. Doch es ist auch Vorsicht geboten: Nicht selten verbirgt sich hinter einer Kurve oder in einer schattigen Ecke der Tunnels und Schutzgalerien eine Herde Kühe und Ziegen.

Borstige Karstmassive, fruchtbare Hochebenen mit ausgewilderten Schweinen, Schafen und Pferden, tiefe Schluchten, tolle Panoramapässe und kilometerweit kein Mensch, nur eine einzige Kneipe auf der Strecke ist die kleine Bude am Silana-Pass. Etwas abseits auf einer Bergkuppe thront sonst nur noch das Hotel Gorropu mit hervorragendem Restaurant, das auch für externe Gäste geöffnet ist.
 
Die spektakuläre Bergstraße ist zwar kein Geheimtipp, sollte aber auf dem Reiseplan eines jeden kurventauglichen und schwindelfreien Ostküsten-Urlaubers.
 
Wer aktiv sein mag, kann seine Tour durch die Supramonte-Landschaft mit Abstechern und Wanderungen unterbrechen: Bei Baunei lockt ein Abstecher hoch auf die Golgo-Hochebene, am Pass von Genna Silana startet die Canyonwanderung in die Goroppu-Schlucht.
 
Wer baden will, muss allerdings die ganze Orientale Sarda durch das Supramonte abspulen: Am Ende der Kurvenstrecke, die tief ins Inland und weit an der Küste entlangführt, locken erst in Santa Maria Navarrese oder im Norden in Cala Gonone die Sandstrände zum Plantschen.
 
Die gesamte Hauptstraße Orientale Sarda, oder auch Strada Statale 125, führt von Nord nach Süd einmal an der gesamten Ostküste Sardiniens entlang von Palau bis Cagliari und war früher die wichtigste Verbindung vom Nordosten der Insel in den Süden.
 
Mittlerweile sind weite Strecken der Ostachse der Insel gut ausgebaut und teilweise führt die SS125 kerzengerade durch das Hinterland der Ostküste.
 
Aber vor allem im mittleren Osten Sardiniens, zwischen Baunei und Dorgali, hat sie ihren ursprünglichen, wilden Kurvencharakter bewahrt.
 
Da die Hauptlast des Verkehrs von Nord-Sardinien an die Ostküste von Arbatax und Tortolì über das Inland (Nuoro) und weiter über die gut ausgebaute strada statale 389 var Nuoro-Lanusei rollt, ist die SS125 durch das Supramonte weitgehend LKW-frei.
 
Wer schnell von Olbia Richtung Ostküste gelangen will, nimmt lieber die längere, aber schnellere Strecke durch das Inland in Kauf.
 
Achtung! Im Oktober 2016 ist nach einem großen Unwetter durch einen Erdrutsch auf der Höhe des Kilometersteins 194,200 bei Urzulei ein großes Stück Straße abgerutscht. Der Verkehr zwischen Dorgali und Baunei wird bis auf Weiteres über Lanusei und Nuoro umgeleitet. Wann die Straße wieder freigegeben wird, ist derzeit noch völlig offen.
 
Tipp: 
Wer zu ausgedehnten Wanderungen, Rennrad- oder Motorradtouren aufbrechen und die herrliche Bergwelt des Supramonte erleben möchte, ist im Hotel Gorropu gut aufgehoben
 
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