Pozzo Sacro di Funtana Coberta
Brunnentempel bei Ballao
Lange bevor das Christentum die Insel eroberte, haben die Nuragher Quellen, Brunnen und andere Gewässer verehrt, denn Wasser bedeutete Leben und Wachstum. Sie verstanden die Quelle als heiligen Ort, an dem Götter wirken und errichteten dort Gotteshäuser für ihre kultischen Rituale. Zudem offenbarten ihre Bauten ein ganz eigenes mathematisch-messtechnisches und vor allem himmelskundliches Wissen.

Das Brunnenheiligtum von Ballao, das zu den schönsten Kultstätten Sardiniens zählt, sollen die Nuragher schon im 2. Jahrtausend v. Chr. errichtet haben.
 
Über eine kleine Vorhalle, von der nur noch die Grundmauern zu sehen sind, führen grobe Stufen tief in die Erde - hinunter in den tholosartigen Brunnenschacht zur unterirdischen Quelle, die sich unter dem Brunnentholos befindet. Besonders beeindruckend ist der Blick nach oben, in die uralte Kuppel des Brunnenschachts: Von der Tiefe der Erde bis hoch in den Himmel - gut vorstellbar, dass dieser Ort ein heiliges Fleckchen Erde in den Bergen des Sarrabus-Gerrei war.
 
Auch wenn die Bedeutung einzelner Quellen auf Sardinien mittlerweile in Vergessenheit geraten ist, hat man auf der Insel bisher mehr als 50 heilige Brunnen gefunden. Neben dem Pozzo Sacro Funtana Coberta hat man auch den Pozzo Sacro Is Pirois bei Villaputzu, der Pozzo Sacro Noddule bei Nuoro, die Fonte Sacra Su Tempiesu bei Orune, der Pozzo Sacro di Santa Vittoria bei Serri, der Pozzo Sacro Sa Testa bei Olbia und der Pozzo Sacro Predio Canapoli bei Perfugas entdeckt. Am besten erhalten ist jedoch Brunnentempel Pozzo Sacro di Santa Cristina bei Abbasanta
 
Der Brunnen von Pozzo Sacro Funtana Coberta liegt nördlich von Ballao, kurz vor dem Abzweig Richtung Goni führt ein verwittertes Schild zu der Kultstätte, die sich auf einem Feld befindet.
 
Frei zugänglich, die Gemeinde von Ballao plant aber, die Fundstätte in den nächsten Jahren zu erschließen.
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