Sardara
Beauty und Wellness im kleinen Kurort der Marmilla 
Will eine Randortschaft auf sich aufmerksam machen, muss sie sich besonders anstrengen.
 
Zwischen Cagliari und Oristano, fernab von den immer gefragten Küstenorten und mittendrin in der voller Überraschungen steckenden Marmilla, liegt das knapp 4000-Seelen-Dorf Sardara. Mitten im Nichts. So scheint es zumindest auf den ersten Blick.
 
Im Sommer herrscht hier sengende Hitze, der Himmel ist strahlend Blau. Partiell sehr karg und einer Wüste ähnlich, ist auch die Umgebung Sardaras noch unberührt und malerisch. Doch die Idylle wird vor allem im Hochsommer oft genug durch Brände getrübt. Auf einem Berg etwas außerhalb des Ortes - dort wo das im 12. Jahrhundert erbaute Castello di Monreale trohnt, wird daher in jedem Sommer ein Wachposten von der Gemeinde eingerichtet. Von den Ruinen des Schlosses aus bietet sich einem ein sagenhafter Blick auf die gesamte Umgebung.
 
Nicht weit entfernt, zu den Füßen des Berges, inmitten von Kakteen Olivenbäumen, weiten Feldern und eines Eukalyptuswäldchens liegen die berühmten, Thermen von Sardara mit einer Wassertemperatur von zirka 60 Grad Celsius. Zwei Oasen der Entspannung verwenden das heiße, leicht modrig riechende Wasser und locken ganz in der Nähe nicht mehr nur mit klassischen Urlauben wie Thalasso oder Fango. Sie bieten Gesundheitsbewussten auch Beauty- und Rehabilitations-Angebote.
 
Nur wenige Meter von den Thermen entfernt liegt die Kirche der Santa Maria de is Acquas und ein kleines Amphitheater. Hier findet Mitte September die wohl wichtigste Feier des Städtchens statt: Santa Mariaquas, Patronin der Diözesen Ales und Terralba. Dann erwacht das Dorf aus seinem Dornrösschenschlaf und wird lebendig, aber nicht hektisch: Zunächst wird die Heiligenstatue in einer Prozession von Sardara vorbei an dem Labyrinth der Gassen bis zu den Thermen getragen. Später beginnt das traditionelle Festprogramm: Folklore, Tanz, Tradition, Konzerte und für 
Feinschmecker ein Festbankett mit gegrilltem Spanferkel und vielen anderen lokalen Köstlichkeiten. Hier hat man die Möglichkeit der sardischen Kultur näher zu kommen und viel Neues zu erfahren und erleben.

Sardara wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einer kleinen archäologischen Pilgerstätte. Wer in seinem Urlaub den Geheimnissen vergangener Zeiten auf die Spur kommen möchte, ist hier goldrichtig aufgehoben. Ein Muss und fast ein kleiner Geheimtipp ist das Museo Archeologico Villa Abbas. Untergebracht in dem ehemaligen Rathaus von Sardara, wartet das kleine, aber wirklich schöne Museum mit interessanten Exponaten. 

Zudem erscheint die Neuigkeit des Museums auf den ersten Blick: Fortan können auch Sehbehinderte und Blinde die sensationellen archäologischen Funde bewundern. Die Ausstellungshallen bieten den Vorteil, dass man die archäologischen Funde durch Tasten wahrnehmen kann. Ein weiterer Vorteil: Zusätzliche Informationen über die Ausstellungsgegenstände können den speziell angebrachten Tafeln entnommen werden: Natürlich in Blindenschrift. 
 
Das Museum widmet sich hauptsächlich den antiken Fundstücken aus Sardara: Werkzeuge, Münzen und Schmuck verraten viel über die Kultur zur gotisch-romanischen Zeit. 

Auch in der Umgebung gibt es noch viel zu entdecken. Direkt nebenan befindet sich die gotisch-romanische Kirche San Gregorio. Sehenswert ist auch der Pozzo Sacro di Sant'Anastasia, ein intakter Nuraghenbrunnen auf dem Vorplatz der kleinen Kirche von Sant'Anastasia. Erbaut aus Naturstein und umgeben von den charmanten Häusern Sardaras, ist sie eine wahre Oase der Ruhe.
 
Mehr Informationen: Cooperativa Villa Abbas - Via Salvemini 12  - 09030 Sardara - E-Mail coopvillabbas@tiscali.it - www.coopvillabbas.sardegna.it.
 
Das Museum Villa Abbas befindet sich in der Piazza Libertà 7 im Zentrum von Sardara.
 
Öffnungszeiten: Vom 1. Juni bis 30. September von 9.00 bis 13.00 und von 17.00 bis 20.00 Uhr. Vom 1. Oktober bis 31. Mai von 9.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 19.00 Uhr.
2
SUCHEN
 
Andrea Behrmann
Trenino Verde von Sadali nach Arbatax
Trenino Verde Mandas - Arbatax
Schmalspurbahn-Nostalgie durch den Gennargentu bis an die Ostküste
Marmilla: Wildpferde auf der Giara di Gesturi
Giara di Gesturi
Lebensraum für Bullen, Kühe, Ziegen und Wildpferdchen 
Marmilla: Nuraghe Su Nuraxi bei Barumini
Nuraghe Su Nuraxi
Sardiniens einzige Weltkulturerbestätte bei Barumini
Marmilla: Das Museo Sa Corona Arrubia bei Lunamatrona
Museo del Territorio Sa Corona Arrùbia
Interessante Ausstellungen im Herzen der Marmilla
Rodeo di Genoni: Ein Tag Wilder Westen
Rodeo di Genoni
Ein Tag Wilder Westen
Monumenti Aperti
Rendezvous mit der Kultur
Su Prugadoriu
Ein Fest in enger Verbindung zu Allerheiligen und Allerseelen
Sagra dello Zafferano in Villanovafranca
Das rote Gold der Sarden
S'Apposentu: Das Restaurant von Sternekoch Roberto Petza in Siddi
S'Apposentu
1-Sterne-Restaurant von Roberto Petza in Siddi
Sa Scolla: Im Restaurant von Roberto Petza gibt es leckere Pizza und gute Landküche
Sa Scolla
Pizza und gute Landküche in Baradili
Ristorante Sa Lolla: Restaurant mit rustikalem Ambiente in Barumini
Sa Lolla
Restaurant mit rustikalem Ambiente in Barumini 
Ussaramanna - Pizzeria Sa Giara
Sa Giara
Die größten Pizzen Sardiniens sind eine echte Herausforderung 
Giara di Gesturi: Hauptattraktion sind 600 kleinwüchsige halbwilde Pferde, die auf der Hochebene zwischen Korkeichen und dichter Macchia leben.
Wandertour Parco della Giara
Ausflug zu den kleinen Pferden auf einem Tafelberg bei Gesturi
Tomba dei Giganti an einer der zahlreichen Auffahrten zur Hochebene der Giara di Gesturi.
Giara di Gesturi - MTB
Mit dem Mountainbike auf das einzigartige Hochplateau
Wasserfall Piscina de Licona
Su Stampu de su Turrunu
50 Stufen zum Wasserfall