Oasi Bidderosa
Traumhafte Strände und ein einzigartiges Landschafts-Kaleidoskop nördlich von Orosei
Im Golf von Orosei, zwischen der Cala dei Ginepri und dem Strand von Berchida liegt der ca. 530 Hektar große Naturpark Bidderosa. Die Hügel, die Täler und die naturbelassenen Strände sind von einer unvergleichlichen Schönheit und bieten das ganze Jahr über insbesondere für Aktiv-Urlauber und Mountainbiker viele reizvolle Ziele.

Singzikaden, überall Singzikaden. Erst auf der holprigen Schotterpiste zum Stagno Sa Curcurica. Dann im Gesträuch der stark duftenden Mittelmeer-Macchia und schließlich auch in den puderzuckerweißen Dünen der Strände. Sie sind zuständig für die akustische Untermalung im Naturpark und tun alle, was wärmeliebende Zikaden am liebsten tun: Den knorrigen und schattenspendenden Bäumen den Saft aus der Rinde saugen. 
Neben zirpenden Insekten, rosaschimmernden Granithügeln, tiefblauen Lagunenseen, schmalen Schotterwegen, steilen Radfahrwegen und atemberaubenden Ausblicken auf den Golf von Orosei, hat der Naturpark auch fünf spektakuläre Strandabschnitte zu bieten. Keine vegetationslosen Flachstrände mit zur Hochsaison dröhnenden Touristen, sondern pflanzenbewachsene Dünenlandschaften mit weichem, puderzuckerfeinen, weißen Sand und einer begrenzten Anzahl an Badegästen.
„Um im Naturpark Biderosa die Interessen des Naturschutzes zu wahren, werden pro Tag nur 120 Fahrzeuge eingelassen”, erklärt Gianluca Saba, der für die Verwaltung der großen Parkfläche verantwortlich ist. „Das fördert eine nachhaltige Form des Tourismus und ist von der Gemeinde Orosei in Zusammenarbeit mit der Forstbehörde und Region Sardinien beschlossen worden“, erzählt er weiter. 
 
Der Weg zu den einzelnen, durchnummerierten Strandabschnitten führt über eine enge Schotterpiste an den Lagunenseen Sa Curcurica und Biderosa entlang sowie um den 125 Meter hohen Monte Urcatu herum. Am Ende des knapp sieben Kilometer langen Weges liegt der letzte Strandabschnitt. Wie alle Anderen werden auch seine weißen, mit wilden Lilien bewachsenen Sanddünen von Wacholderbäumen und Pinien eingerahmt. Wie hingewürfelt im leuchtend türkisblauen Wasser ein paar rosafarbene Felsen, die im warmen Licht der Abendsonne schimmern als wären sie in Gold getaucht. Die Luft schmeckt salzig und außer dem Gerassel der Zikaden und dem leichten Wellengang ist kaum ein Geräusch zu hören. „In Biderosa kann man sich auf die Natur konzentrieren“, sagt Giancarlo.
Die unterschiedlichen Landschaften des Schutzgebietes schaffen einen bedeutenden Lebensraum für Flora und Fauna: Neben Kormoranen, Stelzenläufern und Seidenreihern nisten und überwintern in den Lagunensees auch Flamingos. Der salzige Sandboden und das Gehölz ist hingegen mit Wachholderbäumen, Pinien, wilden Lilien, Zwergpalmen, Myrthen-Sträuchern aber auch Eukalyptusbäumen und anderen stacheligen Pflanzen der Mittelmeer-Macchia bestanden.
Auch für sportaktive Wanderer und Radfahrer bietet die reizvolle Naturparklandschaft reichlich Wege. Wer beispielsweise den Monte Urcatu oder den Monte Biderosa zu Fuß oder per Rad erkundet, wird mit einem herrlichen Blick auf den Golf sowie die Küste von Berchida bis zur Cala Liberotto belohnt.
Der Naturpark steht unter Aufsicht der Forstbehörde. Zum Schutz der Naturlandschaft ist pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Fahrzeugen zugelassen. Der Einlass ist kostenpflichtig. Zur Saison ist wegen der begrenzten Anzahl von Plätzen eine frühe Ankunft oder eine Vorbestellung empfehlenswert. Reservierungen nehmen viele Hotels und Reisebüros vor Ort entgegen. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Einlass nicht begrenzt.
 
Anfahrt
Von Orosei ist der Naturpark Cantiere Biderosa über die Staatsstraße 125 zu erreichen. Kurz hinter Sos Alinos und Cala Ginepro, auf der Höhe des Kilometersteins 236,800, rechts abbiegen und der Ausschilderung folgen
Andrea Behrmann
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