Bonaria
Sardischer Wallfahrtsort und Namenspatronin von Buenos Aires
Auf einem Hügel im Osten der Inselhauptstadt thront weithin sichtbar eine der bekanntesten Kirchen Cagliaris und Wallfahrtsort für viele Pilger: Die Basilica di Bonaria mit Wallfahrtskirche, Klosterkomplex, einem kleinen Museum und angrenzendem Friedhof. 
 
„Bon aria“ bedeutet soviel wie „gute Winde“ oder „gute Luft“ und bezieht sich vermutlich auf die Lage des gleichnamigen Hügels: Vor den Toren der stickigen, alten Stadt von Cagliari.
 
Hier hatte Alfons IV. von Aragón im Jahr 1324 eine Burg errichten lassen, um die mittelalterliche Inselhauptstadt zu erobern, die noch in den Händen der Pisaner war.  
 
1335 schenkte König Alfons IV. den katholischen Brüdern des Mercedarier-Ordens die Burgkapelle, die auf den Grundmauern der aragonesischen Festungsanlage ein Kloster errichteten, das sie noch heute bewohnen. 
 
Geweiht ist der Kirchenkomplex der Madonna di Bonaria, der Patronin der Seefahrer und höchste Schutzheilige von Sardinien. 
 
Der Bau der Basilika geht auf das Jahr 1704 zurück, als die  Ordensbrüder beschlossen eine  zweite, größere Kirche zu Ehren der Heiligen zu bauen.
 
Hinter der Jungfrauenverehrung steckt eine Legende aus dem 14. Jahrhundert, nach der eine Marienstatue ein spanisches Segelboot vor dem Untergang gerettet haben soll. 
 
Die Holzfigur wurde am 25. März 1370 an das Ufer bei Bonaria gespült, wo sie die Mönche fanden. Das Standbild, das angeblich schon manch eine Wunderheilung vollbracht haben soll, wird jeden Tag von zahlreichen Pilgern besucht. 
 
Am 24. April 1870 erhob Papst Pius X. die Madonna von Bonaria zur höchsten Schutzheiligen von Sardinien. Mehrere Päpste besuchten die heilige Stätte, neben Johannes Paul II. im Jahre 1985 auch Papst Benedikt XVI. im Jahre 2008. 
 
Die riesige Freitreppe vor dem Kirchenkomplex wurde erst 1970 anlässlich der Sechshundertjahrfeier und des Besuchs von Papst Paul VI. errichtet. Heute ist der monumentale Aufstieg eine beliebte Location für Hochzeitsfotos.
 
Die Madonna von Bonaria ist jedoch nicht nur die Schutzheilige der Sarden und der Seefahrer, sondern auch Namenspatronin der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires
 
Der spanische Konquistador und Gründer der Stadt, Pedro de Mendoza war ein ausgesprochener Verehrer der „Jungfrau der guten Lüfte“ von Cagliari
 
In Argentinien hat man die Schutzheilige der Seefahrer nicht vergessen. In Buenos Aires erinnert auf der Plaza Cerdeña noch heute eine Marmor-Kopie der Statue aus Cagliari an das Wunder der Madonna von Bonaria.
 
Die Legende von der Jungfrau von Bonaria 
Im Jahre 1370 verließ ein Segelschiff einen spanischen Hafen und wurde auf hoher See von einem schweren Sturm überrascht. In ihrer Not warfen die Seeleute die gesamte Fracht über Bord, darunter eine schwere Kiste.
 
In dem Moment, als die Kiste das Wasser berührte, legte sich wunderbarerweise der Sturm. Die Kiste wurde an den Strand von Bonaria gespült, wo sie von den Brüdern des Mercedarier-Ordens gefunden wurde. Sie enthielt eine Marienstatue, welche in der linken Hand das Jesuskind und in der rechten eine brennende Kerze hält.
 
Auf dem Platz am Meeresufer erinnert eine Säule an die Fundstelle der Kiste mit der heiligen Figur. Die 1,56 Meter große Statue der Mutter Gottes besteht aus einem einzigen Stück Johannisbrotbaumholz. Sie ist über dem Hauptaltar der Wallfahrtskirche aufgestellt.
 
Die Verehrung der Madonna von Bonaria ist auf der ganzen Insel und sogar über Sardinien hinaus verbreitet. Vor allem den Seeleuten gilt sie als Schutzheilige. Jedes Jahr feiert man in Cagliari drei Feste zu Ehren der Madonna di Bonaria: Am 25. März, am 24. April und am ersten Sonntag im Juli. Letztgenanntes mit einer feierlichen Bootsprozession.
 
Mehr InformationenSantuario Nostra Signora di Bonaria - Piazza Bonaria 2 - 09125 Cagliari.
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