Parco Naturale Molentargius-Saline
Radeln, Spazieren und Birdwatchen
Wenn über der Ebene die rote Sonne am Horizont versinkt, werden die tagsüber stillen Weiher und Salinen lebendig. Schnatternde, zwitschernde und knackende Geräusche hört derjenige, der ein bisschen neugierig ist. 
 
Die Feuchtgebiete zwischen Cagliari, Quartu Sant'Elena und dem Poetto-Strand sind ein wahres Paradies für zahlreiche Wasservögel. In den flachen Salzseen, mit vielen Salinenkrebsen, fühlen sich nicht nur Purpurreiher, Säbelschnäbler und Brandgänse wohl. Auch mehrere Kolonien wild lebender Flamingos - sa genti arrubia (dt. das rote Volk) wie die Sarden sie liebevoll nennen - brüten seit 1993 regelmäßig in den seichten Lagunen vor den Toren der Inselhauptstadt.  
 
Mit dem raschen Wachstum der Stadt Quartu Sant'Elena und den zunehmenden darum entstandenen Ansiedlungen ist das Gebiet in den 1980er Jahren zum Magnet für die Cagliaritaner geworden, denn im Vorort von Cagliari gab es damals noch Wohnungen und Bauland und das zu vergleichsweise günstigen Preisen. Weil nun das ehemalige Bauerndorf in wenigen Jahren zur Boomtown wurde und die Kapazität der vorhandenen Kläranlage überfordert war, sprudelte das Abwasser jahrelang in die Salinenbecken und in den kleinen verschilften Molentargius-Weiher - solange bis die Meersalinen 1985 schließen mussten.
 
In den 1970er Jahren war von der Krise und der Verwahrlosung noch keine Spur. Rund hundert Mitarbeiter zählte die Anlage zur Gewinnung von Salz damals - das Geschäft blühte. Nach der Schließung der glitzernden Salzfelder wurde das Gebiet 1988 unter Naturschutz gestellt, um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und den natürlichen Lebensraum der vielen Vogelarten die hier leben zu sichern. 
 
Heute ist der 1600 Hektar große, geschlossene Parco Naturale Molentargius - Saline wegen seiner Nähe zum Poetto-Strand und seiner landschaftlichen Reize ein beliebtes Ausflugsziel. Denn im Gegensatz zur Laguna di Santa Gilla im Westen von Cagliari kann man das Areal bei Molentargius in einer geführten Tour oder selbstständig erkunden. Ein mehrere Kilometer langes Netz an unbefestigten Wege machen es zu einem Paradies für Spaziergänger und Vogelfreunde.
 

Der Parco Naturale Molentargius – Saline ist über zwei Haupteingänge zu betreten:

1) über die Via La Palma in Cagliari, wo die Verwaltung des Naturschutzgebietes ihren Sitz hat. Mit dem Bus der Linie 3 zu erreichen. Haltestelle Via Tramontana;

2) über die Via Don Giordi (Ecke Viale della Musica) in Quartu Sant'Elena. Mit den Bussen der Linien 1Q, 40 und 41 zu erreichen;  

Mehr Informationen: Parco Naturale Molentargius – Saline - Via La Palma - 09126 Cagliari - infopoint@parcomolentargius.itwww.apmolentargius.it und auf Facebook.

Öffnungszeiten: Von Montag bis Freitag von 8.30 bis 17.30 Uhr. Samstag und Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr. Am Infopoint in der Via La Palma kann man Fahrräder ausleihen. 
2
SUCHEN
 
Andrea Behrmann
Bastione San Remy: Aussichtsterrasse und Treffpunkt der Cagliaritaner
Bastione San Remy
Aussichtsterrasse und Treffpunkt der Cagliaritaner
Der Dom Santa Maria di Castello von der Bastione San Remy aus
Duomo Santa Maria di Castello
Stilmix und eine zersägte Kanzel in der prächtigen Kathedrale von Cagliari
Blick vom Panoramaberg Monte Urpinu auf den Teufelssattel und die Salinen von Cagliari
Monte Urpinu
Das beste Panorama auf Cagliari und den Teufelssattel
Kaufen, probieren, sehen und gesehen werden auf dem Markt von San Benedetto in Cagliari
Mercato di San Benedetto
Die große Markthalle von Cagliari: Klinisch sauberes Marktvergnügen
Santa Gilla: Die Außenbecken der Saline sind Tummelplatz für viele Vögel, die Meeräschen, Aale und Goldbrassen aus dem Wasser fischen
Laguna di Santa Gilla
Seichter Salzsee vor den Toren der Inselhauptstadt
Santa Gilla: Die Außenbecken der Saline sind Tummelplatz für viele Vögel, die Meeräschen, Aale und Goldbrassen aus dem Wasser fischen
Laguna di Santa Gilla
Seichter Salzsee vor den Toren der Inselhauptstadt
Die Berge der 'sieben Brüder' im Südosten Sardiniens
Sette Fratelli und Minniminni
Die Berge der sieben Brüder sind das Reich der sardischen Hirsche
Monte Arcosu: Heimat sardischer Dammhirsche und WWF-Oase
Wanderung am Monte Arcosu
Heimat sardischer Dammhirsche und WWF-Oase