Laguna di Santa Gilla
Seichter Salzsee vor den Toren der Inselhauptstadt
Im Westen der Inselhauptstadt liegt der Stagno di Cagliari, zu dem die Laguna di Santa Gilla und die Salinen von Macchiareddu und Porto Canale zählen. 
 
Die Stille der Salzseen und -laken wird nur von den schnatternden, zwitschernden und knackenden Geräuschen der hier lebenden Vögeln unterbrochen.
 
Die Lagune di Santa Gilla ist Lebensraum für Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Fischreiher, Silberreiher, Mittelmeermöven, Dünnschnabelmöven, Kormorane, Zwergseeschwalben, Rohrweichen und Flamingos, die hier nicht nur Jagd auf winzige Krebse machen, sondern seit Jahren auch nisten.
 
Die Salinenkrebse (Artemia Salina) sind ein richtiger Leckerbissen für Flamingos, und für die rosa Färbung ihres Gefieders verantwortlich, denn bei der Futteraufnahme wird der im Artemia-Krebs enthaltene rote Farbstoff vom Körper umgewandelt und im Gefieder abgelagert. Flamingo-Jungvögel sind eigentlich grau: Sie müssen erst Salinenkrebse essen, um rosa zu werden. 
 
Neben Vögeln und Salinenkrebsen bewohnen auch noch Pechlibellen und der tyrrhenische Laubfrosch die Salinen.
 
Den äußerst anpassungsfähigen Froschlurch findet man in den Süßwasserzonen der Verdunstungsbecken, da der Kontakt mit Salzwasser für ihn über längere Zeit schädlich ist.
 
Pudelwohl fühlt sich hingegen die Salicornia fruticosa an der Salzlagune. Die Pflanze mit den aufrecht stehenden, fleischigen verzweigten Stängeln ist eine der wenigen, der das Leben an den Salzfeldern nicht schwer fällt.
 
Vielen Gewächsen ist es hingegen zu salzig und nur wenige angepasste Arten können hier leben: Neben der Salicornia blühen in der Laguna di Santa Gilla die Strandhundskamille, der rötlichbraune, pilzähnliche Malteserschwamm und die stechende Binse.
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Andrea Behrmann
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