Stagno di Cabras
Ein Paradies für Vogelfreunde
Politiker-Tugend Nummer eins: Schütze das etwa 13.000 ha große Naturparadies der Insel - die Lagunenseen!
 
Die Hälfte aller Feuchtgebiete Sardiniens liegen in den Gebieten der Provinz von Oristano. Das Abkommen von Ramsar ist die bisher wichtigste internationale Abmachung zur Erhaltung der vielen Binnenteiche Sardiniens.
 
Über 150 Vogelarten sind hier zu Hause, einige überwintern hier nur, viele andere sind auf dem Durchzug. Vor allem im Winter ist es ein atemberaubendes Schauspiel den schnatternden, piepsenden und zwitschernden Enten, Blässhühnern, Kormoranen und anderen Vögeln zuzuschauen. Hier lebt noch das Purpurhuhn, hier überwintern und nisten die rosafarbenen Flamingos! Im Frühling kommen die Vögel aus Afrika: Meerschwalben, Säbelschräbler und Rotschenkel. 
 
Der Stagno di Cabras ist einer der größten Weiher. Obwohl er über Kanäle mit dem Meer verbunden ist, ist der Salzgehalt des Wassers gering. Nicht nur Vogelfreunde, auch Fischer kommen hier ganz auf ihre Kosten: der Stagno ist nämlich reich an Fischen. Mit den Fassones, traditionellen Schilfbooten, bewegten die einheimischen Fischer sich früher auf dem Wasser.
 
Sardinien ist ein wahres Paradies für Flamingos - Sa Genti Arrubia (das rote Volk) - wie die Sarden sie liebevoll nennen. Bis vor wenigen Jahren kamen die Flamingos vorwiegend zum Überwintern nach Sardinien. Heute ziehen immer mehr dieser Vögel ihre Jungen in den Lagunenseen der Insel auf. Seit 1993 brüten sie regelmäßig auf Sardinien.
 
Neben dem Stagno di Cabras lebe sie vor allem in den Lagunen von Cagliari: eines der größten Brutgebiete ist der Stagno von Molentargius.
 
Ornithologen und Freiwillige statten die Jungvögel regelmäßig mit Fußringen aus, um ihre Reiserouten verfolgen zu können.
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Andrea Behrmann
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