Tharros
Zwischen kultischen Steinen und herrlichen Badeplätzen
Die Ruinen der phönizisch-punischen Stadt Tharros liegen auf dem Vorgebirge, das sich von der Sinis-Halbinsel südlich bis zum Capo San Marco erstreckt.
 
Zwischen dem 11. und 8. Jahrhundert v. Chr. war diese Stadt bis in die späte römische Kaiserzeit eine reiche Handelskolonie, Hafenstadt und Festung.
 
Später wurde Tharros Hauptstadt des Judikats Arborea. Der Untergang der Stadt begann durch die häufigen Sarazeneneinfälle. Im Jahre 1070 wurde Tharros aufgegeben und Oristano als neues Zentrum gegründet.
 
Ausgrabungsarbeiten brachten die Ruinen der Stadt Mitte der 1960-er Jahre ans Licht. Wer sich für die Geschichte Sardiniens interessiert, dem wird hier einiges geboten: gepflasterte Wege aus dunklem Basalt, der Tempel der Demetra, ein punisches Tophet - der kultische Ort an dem die Götter durch Opfer versöhnt wurden - eine römische Nekropolis, das Castellum Acquae, punisch-römische Häuser und Läden - die Tabernae - und ein punischer, in den Stein gehauener Tempel aus dem 4. bis 2. Jahrhundert v. Chr.
 
Der ehemalige Hafen von Tharros liegt heute fast vollständig unter dem Wasser. Direkt an der Küste liegen heute auch die Thermen, die zur Zeit des römischen Kaisers Settimio Severo errichtet wurden und von denen einige zu Kirchen wurden.
 
Die Stadt Tharros befindet sich an einem einmaligen Ort: Die Aussicht vom Hügel auf den Golf ist traumhaft! An der Küste entlang, über zerklüftete Felsen gelangt man zu schönen hellen Sandstränden.
 
Eine schöne Kombination: Zunächst Tharros besichtigen und dann am Strand von San Giovanni di Sinis ausspannen. 
 
Mehr Informationen: Coop. Penisola del Sinis - Località Tharros, San Giovanni di Sinis, Cabras - www.penisoladelsinis.it
 
Öffnungszeiten: Sommer: Täglich 9.00 - 19.00 Uhr. Winter: Täglich 9.00 - 17.00 Uhr. 
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Andrea Behrmann
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