Sa Coja Maurreddina
Hochzeit nach altem maurischen Brauch in Santadi
Alljährlich am ersten Sonntag im August gibt sich in Santadi, einem kleinen Dorf nördlich von Teulada, ein Brautpaar ganz nach altem maurischen Brauch das Ja-Wort in der Kirche - mit Ochskarren, Blütenteppich, Trachten und Launedda-Spielern.
 
Beim Matrimonio Maritano zieht der lange Brautzug, der von Musikanten, Trachtengruppen und Reitern angeführt wird, von der Via Cagliari über die Straßen Santadis zur Chiesa San Nicoló. Während der Brautmesse umrahmt ein Chor die feierliche Zeremonie mit wunderschönen traditionellen Liedern.
 
Nach der Trauung lassen die Mutter der Braut und des Bräutigams einen Regen aus Getreidekörnern, Rosenblättern, Salz und kleinen Münzen über die Neuvermählten fließen. Die Tradition, dass die Schwiegermütter Körner, Blätter, Salz und Geld über die Häupter ihrer Kinder streuen, geht auf einen uralten Brauch Sa Grazia zurück, der dem frischvermählten Paar Glück, Fruchtbarkeit, Reichtum und Weisheit bescheren soll. Besiegelt wird dieser Hochzeitsbrauch mit dem Zerschmeißen des Tellers auf dem die Körner und Blätter dekoriert waren.
 
Am Abend gibt es Hochzeitstorte, Dolci Sardi und Tanzvergnügen pur.
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Andrea Behrmann
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